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  Abhandlungen der Deutschen Orient-Gesellschaft  

 

 

  ADOG 28 -    
 

Mühl, Simone, Siedlungsgeschichte im mittleren Osttigrisgebiet vom Neolithikum bis in die neuassyrische Zeit, 2013

 

Die Region zwischen den Flüssen Tigris, Großer Zab und Diyala und den Randhängen des Zagros-Gebirges zeichnet sich durch eine große landschaftliche und klimatische Diversität aus. Diese prägte vom 7. bis 1. Jahrtausend v.Chr. nicht nur nachhaltig menschliches Siedlungsverhalten, sondern auch die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zu benachbarten Regionen, so dass sich das Gebiet in vielfacher Hinsicht als Grenzregion fassen lässt. Simone Mühl geht in ihrer Untersuchung zur wechselseitigen Geschichte des mittleren Osttigrisgebiets von archäologischem Material aus Notgrabungen des irakischen Antikendienstes in der Umgebung von Assur, der ersten Hauptstadt des assyrischen Reiches, aus. Um Aspekte kultureller Unterschiede oder Gemeinsamkeiten der Kulturgruppen nördlich und südlich des Kleinen Zab näher zu beleuchten, werden die Funde und Befunde dieser Untersuchungen in einen regionalen und überregionalen Kontext eingebettet. Zudem wird die Analyse des archäologischen Materials mit der Fernerkundung der Region anhand von Satellitenbildaufnahmen kombiniert. Dabei wird die Landschaft auf anthropogen verursachte Veränderungen untersucht und es konnten beispielsweise 1672 Tell- und Flachsiedlungen lokalisiert sowie das antike Verkehrs- und Bewässerungsnetz in erhaltenen Teilen kartiert, rekonstruiert und kontextualisiert werden. Mühls Studie liefert nicht nur wichtige Einblicke in das Wechselspiel von Innovation und Kulturtransfer, sondern auch in die Abgrenzung von Kulturgruppen im mittleren Osttigrisgebiet und bildet so die Grundlage für ein neues Verständnis ökonomischer und soziokultureller Entwicklungen, die der Region am Tigris ihr noch heute sichtbares Gepräge gegeben haben.

gebunden, XV, 424 S. - 8 Abb., 31 Diagramme, 6 Tabellen, 119 Tafeln mit zahlreichen Abb. - 29,7 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-447-06905-2

     

 

  ADOG 27 -    
 

Hausleiter, Arnulf, Neuassyrische Keramik im Kerngebiet Assyriens. Chronologie und Formen, 2010

 

Arnulf Hausleiter legt mit seiner Studie zur neuassyrischen Keramik erstmalig eine vergleichende Bearbeitung des eisenzeitlichen Keramikbefundes in Zentralassyrien während des 10. bis 7. Jahrhunderts v. Chr. vor. Ausgehend von der Auswertung der stratigrafischen Ergebnisse aus urbanen Zentren und kleinen Ansiedlungen im Untersuchungsgebiet wurden keramikführende Kontexte datiert und die für bestimmte Zeitabschnitte charakteristischen Formtypen nach Möglichkeit identifiziert. Aus der assyrischen Hauptstadt Assur wurde in Ermangelung umfänglicher stratifizierter Kontexte aus Siedlungsgrabungen zumeist unpublizierte Keramik aus etwa 200 Gräbern herangezogen. Damit steht der Fundort Assur im Mittelpunkt der Untersuchung. Der Befund der Grabkeramik in Assur zeigt ein ausgewähltes Repertoire an funktionsabhängigen Formen, das dem restlichen Formbestand Assyriens entspricht. Zusätzlich war es jedoch möglich, anhand einiger Grabkontexte aus Assur Formen als frühneuassyrisch zu identifizieren - ein Zeitraum, aus dem bisher aus historischen, siedlungs- und nicht zuletzt grabungsgeschichtlichen Gründen noch keine Funde vorliegen. Hausleiters Untersuchung steht in Zusammenhang mit weiteren in Vorbereitung befindlichen archäologischen Arbeiten aus dem Assur-Projekt, die sich der Dokumentation der zahlreichen Gräber und deren Beigaben widmen.

Gebunden, XII, 534 Seiten, 126 Tafeln - 29,7 × 21,0 cm ISBN: 978-3-447-06242-8

     

 

  ADOG 26 -    
 

Hauser, Stefan R, Status, Tod und Ritual. Stadt- und Sozialstruktur Assurs in neuassyrischer Zeit, 2012

 

Tod ist eine zentrale Erfahrung der Menschen. In der Konzeption seiner Folgen und dem Umgang mit den Toten spiegeln sich zentrale Vorstellungen und Normen der Gesellschaft ebenso wie individueller und gruppenspezifischer Status. Bestattungsrituale und deren materielle Hinterlassenschaften in Form von Gräbern sind daher eine herausragende Quelle für die Sozialgeschichte. Stefan R. Hauser geht in seiner Studie auf der Basis vielfältiger textlicher und archäologisch-materieller Quellen Fragen der Sozialstruktur in der Stadt Assur während der neuassyrischen Zeit nach. Ausgehend von einer minutiösen Analyse der Bestattungen, die von der DOG in Assur freigelegt wurden, und deren neuer Datierung und Typologisierung werden das Verhältnis der Assyrer zum Tod und der normative Umgang mit den physisch Toten untersucht. Durch die Analyse des Spannungsfeldes von Norm und Abweichung wird aufgezeigt, wie sich soziale Position in den Bestattungen ausdrückt. Zudem werden die Gräber mit der privaten und öffentlichen Architektur sowie mit textlichen Belegen für die Entwicklung der Stadt, vor allem den Privatarchiven, in Beziehung gesetzt. Über diesen Zugang lässt sich die Geschichte der Stadt Assur im 9. bis 7. Jahrhundert v. Chr. sehr viel differenzierter darstellen als bisher geschehen, wodurch sich ein überraschend neues Bild von den letzten Jahrzehnten vor der Eroberung und Zerstörung der langjährigen Hauptstadt des neuassyrischen Reiches ergibt. Dem Band liegt eine Datenbank mit den Fundstätten auf Cd-Rom bei.

Paperback, XXXIV, 454 Seiten, 212 Abbildung(en), 16 farb. Tabellen, 25 Tab., 31 Diagr. ISBN: 978-3-447-06252-7

     

 

  ADOG 25 -    
 

Olof Pedersen, Archive und Bibliotheken in Babylon. Die Tontafeln der Grabung Robert Koldeweys 1899-1917, Saarwellingen 2005

 

ISBN: 3-930843-98-6
32.00 € (Mitgliederpreis 26.50 €)

     

 

  ADOG 24 -    
 

Friedhelm Pedde, Vorderasiatische Fibeln. Von der Levante bis Iran, Saarbrücken 2000

 

520 S., 63 Strichkarten, gebunden, ISBN: 3-930843-57-9

92.00 € (Mitgliederpreis 73.60 €)

     

 

  ADOG 1 -    
 

Michel al-Maqdissi, Marta Luciani, Daniele Morandi Bonacossi, Mirco Novák, Peter Pfälzner (Hrsg.), Excavating Qatna - Volume I. Preliminary Report on the 1999 and 2000 Campaigns of the Joint Syrian-Italian-German Archaeological Research Project at Tell Mishrifeh (Documents d'archéologie syrienne IV), Damaskus 2004

 

239 S. engl. und franz., 135 S. arab., mit zahlreichen Farb- und Schwarzweißfotos sowei Strichzeichnungen, 5 Beilagen

22.00 € (Mitgliederpreis 18.00 €)

     

  Ausgrabungen in Qatna  

 

 

  Ausgrabungen in Qatna 1 -    
 

Michel al-Maqdissi, Marta Luciani, Daniele Morandi Bonacossi, Mirco Novák, Peter Pfälzner (Hrsg.), Excavating Qatna - Volume I. Preliminary Report on the 1999 and 2000 Campaigns of the Joint Syrian-Italian-German Archaeological Research Project at Tell Mishrifeh (Documents d'archéologie syrienne IV), Damaskus 2004

 

239 S. engl. und franz., 135 S. arab., mit zahlreichen Farb- und Schwarzweißfotos sowei Strichzeichnungen, 5 Beilagen

22.00 € (Mitgliederpreis 18.00 €)

     

 

  Ausgrabungen in Qatna 1 -    
 

Michel al-Maqdissi, Marta Luciani, Daniele Morandi Bonacossi, Mirco Novák, Peter Pfälzner (Hrsg.), Excavating Qatna - Volume I. Preliminary Report on the 1999 and 2000 Campaigns of the Joint Syrian-Italian-German Archaeological Research Project at Tell Mishrifeh (Documents d'archéologie syrienne IV), Damaskus 2004

 

239 S. engl. und franz., 135 S. arab., mit zahlreichen Farb- und Schwarzweißfotos sowei Strichzeichnungen, 5 Beilagen

22.00 € (Mitgliederpreis 18.00 €)

     

  Colloquien der Deutschen Orient-Gesellschaft  

 

 

  CDOG 7 -    
 

Kaniuth, Kai / Löhnert, Anne / Miller, Jared L. / Otto, Adelheid / Roaf, Michael / Sallaberger, Walther (Hrsg.), Tempel im Alten Orient, Wiesbaden 2013

 

7. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft, 11.-13. Oktober 2009 in München. Im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft herausgegeben von Kai Kaniuth, Anne Löhnert, Jared L. Miller, Adelheid Otto, Michael Roaf und Walther Sallaberger.

Tempel prägten die altorientalischen Kulturen in mehrfacher Weise entscheidend. Tempel bildeten das Zentrum der Städte in baulicher wie in sozialer Hinsicht, ihnen kam eine enorme wirtschaftliche Bedeutung zu. Zudem waren die Tempel den königlichen Bauherren und Stiftern eng verbunden und in ihnen konzentrierte sich das religiöse Leben. Der Sammelband Tempel im Alten Orient widmet sich dem komplexen Thema des altorientalischen Tempels in einer breiten Perspektive. Die Bandbreite umfasst dabei die Planungsschemata der Einzelgebäude und ihre räumliche Einbettung durch literarische Beschreibungen sowie zentrale kultische und religiöse Aspekte und wirtschaftliche und soziale Aufgaben der Tempelorganisation. Der Zeitraum reicht vom Neolithikum bis zu den Achämeniden, der geographische Rahmen umspannt den gesamten Vorderen Orient von Anatolien über die Levante bis nach Iran. Auf diese Weise bieten die archäologischen, historischen und philologischen Beiträge einen umfassenden Überblick über aktuelle Forschungsfragen zu diesem zentralen Thema und leisten einen fundierten Beitrag zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, zur Religionsgeschichte sowie zu Architektur, Kunst- und Literaturgeschichte.

gebunden, 507 Seiten, 175 Abbildungen, 14 Tabellen, 24,0 × 17,0 cm
ISBN: 978-3-447-05855-1
     

 

  CDOG 6 -    
 

Wilhelm, Gernot (Hrsg.), Ḫattuša-Bogazköy. Das Hethiterreich im Spannungsfeld des Alten Orients, Wiesbaden 2008

 

6. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 22.-24.März 2006 in Würzburg. Im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft herausgegeben von Gernot Wilhelm.

Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns der deutschen Ausgrabungen in Hattuscha, der Hauptstadt der Hethiter im Zentralanatolien des 2. Jahrtausends v. Chr., fand 2006 an der Universität Würzburg eine internationale Tagung der Deutschen Orient-Gesellschaft statt. Der Band enthält die Druckfassung von 21 Vorträgen, in denen einschlägig ausgewiesene Archäologen, Philologen und Historiker aus dem In- und Ausland eine Bilanz von 100 Jahren Hethiterforschung ziehen. Die Beiträge sind thematisch geordnet und behandeln zunächst die neuen Perspektiven der Ausgrabungen in Bogazköy sowie die Edition und Auswertung der Keilschrifttexte aus Hattusa. Den größten Raum nehmen anschließend die Beiträge ein, die Verbindungen zu anatolischen Randgebieten und zu der außeranatolischen Welt thematisieren. Den Abschluss bilden Beiträge zur großreichszeitlichen Politik und zum Nachleben altanatolischer Kunst im Syrien des 1. Jahrtausends v. Chr.

gebunden, XXII, 438 Seiten, 24,0 × 17,0 cm
ISBN: 978-3-447-05855-1
     

 

  CDOG 5 -    
 

Renger, Johannes (Hrsg.), Assur - Gott, Stadt und Land, Wiesbaden 2011

 

5. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 18. - 21. Februar 2004 in Berlin. Im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft herausgegeben von Johannes Renger.

gebunden, XIV, 470 Seiten, 24,0 × 17,0 cm
ISBN: 978-3-447-06492-7
     

 

  CDOG 4 -    
 

Neumann, Hans (Hrsg.), Wissenskultur im Alten Orient. Weltanschauung, Wissenschaften, Techniken, Technologien, Wiesbaden 2013

 

4. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 20.-22. Februar 2002 in Münster. Im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft und unter Mitarbeit von Susanne Paulus herausgegeben von Hans Neumann.

Auf Grundlage der Beiträge zur Tagung der Deutschen Orient-Gesellschaft 2002 in Münster gehen 22 Autoren der Frage nach der Wissenskultur im Alten Orient nach. Die Studien zeigen, dass Wissen und Wissenstradierung sowie die Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens im Alten Orient untrennbar mit der Anschauung von der Welt, also mit einem bestimmten Weltbild verbunden sind. Neben der Kennzeichnung der religiös-ideologischen Implikationen der verschiedenen Wissens- und Wissenschaftsbereiche ist der jeweilige Praxisbezug von Wissen sowohl im Rahmen der Gesellschaftsorganisation (Wirtschaft, Recht, Verwaltung, Kult) als auch in der Produktionssphäre (Landwirtschaft, Handwerk)ein wichtiger methodischer Ansatzpunkt. Schwerpunkte der Publikation sind daher Wissensvermittlung, Gelehrtentradition und Hermeneutik im Alten Orient, die Reflexion von Wissen über Gesellschaft, die Wissenschaften (hier Mathematik, Astronomie und Medizin), die praktische Anwendung von Wissen, das Verhältnis von Wissen und Magie, das Problem von Weltanschauung und Wissensvermittlung in Architektur und Kunst des Alten Orients sowie Wissensanwendung und der -transfer im Rahmen von Produktionstechniken und Technologien. Auf diese Weise wird eine komplexe Sicht auf die sich mit dem Begriff Wissenskultur verbindenden Sachverhalte vermittelt, anhand derer der Band sowohl im Rahmen der Altorientalistik innovative Impulse vermittelt als auch zugleich den interdisziplinären kulturwissenschaftlichen Diskurs befördert.

gebunden, 433 Seiten, 73 Abbildungen, 14 Tabellen, 1 Diagramm, 24,0 × 17,0 cm
ISBN: 978-3-447-06623-5
     

 

  CDOG 3 -    
 

Meyer, Jan W / Sommerfeld, Walter (Hrsg.), 2000 v. Chr. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung im Zeichen einer Jahrtausendwende, Saarbrücken 2005

 

3. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 4.-7. April 2000 in Frankfurt/Main und Marburg/Lahn

Im Auftrag des Vorstands der Deutschen Orient-Gesellschaft herausgegeben von Meyer, Jan-Waalke und Sommerfeld, Walter

XVII, 405 Seiten, 34 Abb., 16 Tabellen, 15 Karten - 17 × 24 cm
ISBN: 978-3-447-05550-5

     

 

  CDOG 2 -    
 

Renger, Johannes (Hrsg.), Babylon: Focus mesopotamischer Geschichte, Wiege früher Gelehrsamkeit, Mythos in der Moderne, Saarbrücken 2000

 

2. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 24.-26. März 1998 in Berlin

Im Auftrag des Vorstands der Deutschen Orient-Gesellschaft herausgegeben von Renger, Johannes

Pappband, XV, 585 Seiten, 64 Fotos, zahlr. Zeichnung(en) - 24 × 17 cm
ISBN: 978-3-447-05549-9

     

 

  CDOG 1 -    
 

Wilhelm, Gernot (Hrsg.), Die orientalische Stadt: Kontinuität, Wandel, Bruch, Saarbrücken 1997

 

1. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 9.-10. Mai 1996 in Halle/ Saale

Im Auftrag des Vorstands der Deutschen Orient-Gesellschaft herausgegeben von Wilhelm, Gernot

Pappband, XIII, 409 Seiten, 29 Abbildung(en), 16 Karte(n) - 24 × 17 cm
ISBN: 978-3-447-05548-2

     

  Sendschriften der Deutschen Orient-Gesellschaft  

 

 

  SDOG 13 -    
 

Silvia Alaura, "Nach Boghasköi!". Zur Vorgeschichte der Ausgrabungen in Bogazköy-Hattuscha und zu den archäologischen Forschungen bis zum Ersten Weltkrieg, Berlin 2006

 

Silvia Alauras Studie „Nach Boghasköi!“ behandelt die Geschichte der archäologischen Erforschung von Hattusa, der Hauptstadt des hethitischen Reiches, deren Ruinen sich nahe dem türkischen Dorf Boghasköi („Schluchtdorf“) im anatolischen Hochland 150 km östlich von Ankara befinden. Alaura konzentriert sich dabei sowohl auf die Grabungen von Hugo Winckler als auch in besonderem Maße auf die bisher vernachlässigte Vorgeschichte der archäologischen Untersuchungen. Auf der Grundlage von Überlegungen zum Verhältnis von Archäologie und Gesellschaft, zu Wissenschaft in ihrem historischen Kontext, fragt sie nach den wissenschafts- und kulturpolitischen Hintergründen und geht auf den Verlauf und die Ergebnisse der Ausgrabungen vor dem Ersten Weltkrieg ein.
Obwohl die Geschichte der Erforschung Hattusa mit den Worten Kurt Bittels „ein sehr fesselndes Kapitel europäischen wissenschaftlichen Unternehmungsgeistes“ des 19. Jahrhunderts darstellt, wurde sie bisher noch nicht eingehend aufgearbeitet. Alauras Studie schließt diese Lücke und stützt sich dabei insbesondere auf Primärquellen - Bestände staatlicher Archive und private Korrespondenzen - bei denen es sich fast immer um bisher unveröffentlichtes, manchmal auch noch völlig unbekanntes Material handelt. Zur besseren Orientierung werden die Ereignisse rund um die Ausgrabungen in einen umfangreichen dokumentarischen Teil integriert und durch eine reiche Auswahl an Quellen im Wortlaut ergänzt.

gebunden, 267 S., 22,5 x 18,0 cm, ISBN: 3-00-019295-6
21.25 € (Mitgliederpreis 17.00 €)
     

  Studien zu den Assur-Texten  

 

 

  StAT 5 -    
 

Prechel, Doris; Freydank, Helmut, Urkunden der königlichen Palastverwalter vom Ende des 2. Jt. v. Chr. Das „Archiv“ Assur 21101 (M7 F) , Wiesbaden 2014

 

Urkunden aus dem Archiv der königlichen Palastverwalter. Das „Archiv“ Assur 21101 (M7 F) von Doris Prechel und Helmut Freydank enthält die Umschriften, Übersetzungen sowie philologische und sachliche Kommentare und Erläuterungen zu den in Autografie von Prechel und Freydank in dem Band Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte X  (2011) in Autografie publizierten Urkunden. Diese Dokumente sind Teile eines der identifizierten offiziellen Archive der assyrischen Hauptstadt Assur. Die Urkunden des hier bearbeiteten „Archivs“ stammen überwiegend aus der Zeit Tiglat-Pilesers I. (1114-1076), mitunter aber auch aus der davorliegenden Zeit.

Insgesamt vermitteln die in diesem Band edierten und kommentierten Urkunden einen vielfältigen Einblick in das Personalwesen und die verschiedenen Vorgänge der Palastverwaltung und die von ihr geleitete Palastwirtschaft in der assyrischen Hauptstadt im letzten Viertel des 2. Jahrtausends v.Chr.

gebunden, XII, 145 S., 6 Tabellen, 29,7 x 21,0 cm ISBN: 978-3-447-10184-4
     

 

  StAT 3 -    
 

Faist, Betina, Alltagstexte aus neuassyrischen Archiven und Bibliotheken der Stadt Assur, Wiesbaden 2007

 

Der Band enthält in Bearbeitung (Umschrift, Übersetzung und Kommentar) 115 bisher unpublizierte neuassyrische Rechtsurkunden, Briefe und sonstige Texte, die einen Blick auf die rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Stadt Assur im 8. und 7. Jh. v. Chr. gestatten. Die vorgelegten Texte werden durch Tabellen, Indizes und ein Glossar, das den Wortbestand der Texte vollständig darbietet, erschlossen. Unter den Rechtsurkunden sind vor allem die Prozessurkunden von rechtshistorischer Bedeutung, weil sie einen bis dato nicht möglichen Einblick in diesen Bereich des neuassyrischen Rechts ermöglichen. Die Präsentation des neuassyrischen Urkundenmaterials aus Assur ist für Forscher aus benachbarten Disziplinen von Bedeutung, weil sie den interkulturellen Vergleich erheblich vereinfachen.

gebunden, XIX, 250 Seiten, 30 × 21 cm
ISBN: 978-3-447-05647-2
     

 

  StAT 2 -    
 

Donbaz, Veysel / Parpola, Simo, Neo-Assyrian Legal Texts in Istanbul, Saarbrücken 2001

 

Herausgegeben von der Deutschen Orient-Gesellschaft 

268 Seiten, 9 Abbildung(en) - 21 × 29,7 cm
ISBN: 978-3-447-05552-9

     

 

  StAT 1 -    
 

Radner, Karen, Ein neuassyrisches Privatarchiv der Tempelgoldschmiede von Assur, Saarbrücken 1999

 

Herausgegeben von der Deutschen Orient-Gesellschaft

Pappband, 292 Seiten, 23 Abbildung(en)
ISBN: 978-3-447-05551-2

     

  Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft  

 

 

  WVDOG 152 -    
 

Miglus, Peter A. / Radner, Karen / Stępniowski, Franciszek M., Ausgrabungen in Assur. Wohnquartiere in der Weststadt. Teil I, Wiesbaden 2017

 
Mit Beiträgen von Stefan M. Maul und Arkadiusz Sołtysiak

Das Buch präsentiert Ergebnisse der neuen Ausgrabungen in der assyrischen Hauptstadt Assur, der traditionsreichen Forschungsstätte der deutschen Archäologie, die in den Jahren 1989-1990 und 2000-2001 durchgeführt wurden. Durch die Kriege im Irak überschattet, musste das Grabungsprojekt zwei Mal unterbrochen werden und lässt sich wegen der heutigen politischen Situation leider nicht fortsetzen. Deshalb erschien es den Autoren sinnvoll, zumindest eine partielle Publikation des Fundmaterials vorzubereiten, das in diesem Band zunächst für den größten Grabungsabschnitt im westlichen Wohngebiet vorgelegt wird. Er bietet einen detaillierten Einblick in die Baureste mehrerer Privathäuser und ihre Inventare - Keramikgefäße, Terrakottafigurinen, Siegel und Geräte aus verschiedenem Material - aus der Zeit kurz vor dem Niedergang des assyrischen Imperiums am Ende des 7. Jahrhunderts v.Chr. Zu den wichtigsten Funden gehören Keilschrifttexte zweier Tontafelarchive, von denen das ältere einer Gruppe von Ägyptern, das jüngere einem Kaufmann mit Namen Dūrī-Aššur gehörte. Dieses letztere umfasste 75 Briefe und Verwaltungstexte mit vielen detaillierten Informationen zur Organisation des assyrischen Handels. Des Weiteren behandelt das Buch auch Bestattungen, die vorwiegend in der parthischen Zeit in die Ruinen assyrischer Häuser eingetieft worden sind. Mit Beiträgen von Stefan M. Maul und Arkadiusz Sołtysiak Ihre Beschreibung wird durch die anthropologische Auswertung menschlicher Skelettreste aus den hier und in anderen Grabungsabschnitten freigelegten Gräbern ergänzt.

gebunden, IX, 296 S., 109 Taf., 15 Abb., 25 Tabellen, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10742-6
     

 

  WVDOG 151 -    
 

Strommenger, Eva, Die Kleinfunde von Habuba Kabira-Tall, Wiesbaden 2017

 
Mit Beiträgen von Jochen Görsdorf, Thomas Hott, Günther Kohl, Kay Kohlmeyer, Klaus Schmidt und Gunnar Strunz

Im Gelände von Habuba Kabira-Süd fanden sich an der Oberfläche außerhalb der frühsumerischen Stadt „Habuba-Süd“ vereinzelte, etwa gleichzeitige Siedlungsspuren. Auch das Gelände weiter nördlich der alten Stadt war stellenweise bewohnt. Im Verlauf des 3. Jahrtausends v.Chr. entstand dort später der Siedlungshügel Habuba Kabira-Tall, dessen Bebauung mit meist einfachen Häusern und einer Befestigungsmauer bis in das frühe 2. Jahrtausend v.Chr. zu verfolgen ist. Wegen eines modernen Friedhofs mussten sich die Grabungen vorwiegend auf den Südosten des Siedlungshügels beschränken. Dort wurde schließlich die älteste Nutzung zur Zeit der Stadt Habuba-Süd und unter ihr der gewachsene Boden erreicht. In diesem Band wird das bewegliche Inventar der langlebigen Siedlung von Habuba Kabira-Tall vollständig publiziert. Besonders wegen der langen Besiedlungsdauer dürfte sich das hier vorgelegte Material bei der Interpretation mancher vereinzelter Befunde aus anderen Orten des Stauseegebietes als hilfreich erweisen. Sehr reich belegt ist natürlich die allgegenwärtige Keramik, deren Formen und Dekore im Laufe der Zeit mehrere Zäsuren erkennen lassen. Vertreten ist auch ein umfangreiches Inventar an Gefäßmarken. Zahlreiche kleine Götterfiguren aus gebranntem Ton sind ebenso wie Tierfiguren, Wagen-, Möbel- und Hausmodelle dem religiösen Bereich zuzuordnen. Steinerne Funde wie Getreidemühlen, Gussformen zur Herstellung von Geräten und Nadeln sowie Arbeitsplatten zur Perlenfabrikation deuten auf Produktionsprozesse hin. Ein Töpferofen und wiederholt beobachtete Fehlbrände verweisen auf eine gelegentliche Gefäßproduktion. Schriftzeugnisse fehlen und die Siegelglyptik ist nur sehr spärlich vertreten.

gebunden, IX, 468 S., 259 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10699-3

     

 

  WVDOG 150 -    
 

Muhle, Die Keulenköpfe aus Assur, Wiesbaden 2017

 
(in Vorbereitung)
     

 

  WVDOG 149 -    
 

Gries, Helen, Der Assur-Tempel in Assur, Wiesbaden 2017

 

Nach dem Aufstieg Assyriens zur Großmacht in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v.Chr. wurde der Gott Assur nicht nur für das Wohl der gleichnamigen Stadt verantwortlich, sondern auch für das ganze Land. Damit einhergehend nahm der Assur-Tempel eine zentrale Rolle in der Konzeption des gesamten Reiches ein und wurde Assyriens Ort der Herrschaftslegitimation. Zugleich war er das größte und wichtigste Heiligtum der Stadt Assur. Der Assur-Tempel zeichnet sich durch eine sehr lange Baugeschichte aus. Die frühesten Hinweise auf ein Heiligtum in diesem Gebiet stammen aus dem 3. Jahrtausend v.Chr., sein Ende fand er erst im Jahr 614 v.Chr. bei der Zerstörung der Stadt.
Der Band umfasst die erste vollständige Auswertung der gesamten Grabungsdokumentation. Enthalten ist neben der Neubearbeitung des Architekturbefundes auch ein Katalog aller Funde aus dem Assur-Tempel. Auf dieser Grundlage bietet die Arbeit neue Erkenntnisse über den Aufbau des Tempels und die Nutzungsdauer des Heiligtums sowie eine funktionale Analyse der Tempelräume und ihres Inventars.
Dieser Band beschließt die Reihe zu den monumentalen Gebäuden aus Assur, die im Rahmen des Assur-Projekts der Freien Universität Berlin, der Deutschen Orientgesellschaft und des Vorderasiatischen Museums Berlin bearbeitet wurden.

gebunden, 595 S., 2 Teile, 2 Diagramme, 2 Faltpläne, 27 Tabellen, 220 Tafeln, davon 10 Farbtafeln, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10858-4
     

 

  WVDOG 148 -    
 

Heidemann, Stefan / Butcher, Kevin, Regional History and the Coin Finds from Assur, Wiesbaden 2017

 
erscheint: 11.10.2017

In July 1914, the excavation of one of the most significant capitals in human history, Assur, ended successfully. After a division of finds, the objects were dispatched to Berlin on the eve of the First World War. Assur is currently the most important reference site for coin finds in northern Iraq. They constitute an independent source for the history of the settlement, the Tigris region, and for coin circulation after the fall of the Assyrian empire in 614 BC, from the Achaemenid to the late Ottoman empire. These coin finds fill an important gap in the history of Assur, whose name in the post-Assyrian period is hardly attested to. For the Arsacid period, the coin finds highlight the surprising permeability of the border from the Roman provinces to Arsacid north-eastern Mesopotamia. With the Sasanian conquest in about 240/1, life in Assur apparently stopped. For the following 1,600 years we can distinguish at least three separate settlement phases, and almost each phase corresponds to changing names for the city. While we do not know what the settlement between the 7th and 8th century was called, in the 12th and 14th centuries it was referred to as al-'Aqr. For this period, we have more literary references to its history, at least compared with the preceding 1,800 years. The coin finds, together with the textual references, allow for an insight into the political and economic development of “a large village”. For the 17th and 18th centuries, the coins point to a revived settlement, now under the name of Qal'at Shirqat.

gebunden, 124 S., 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10761-7
     

 

  WVDOG 147 -    
 

Meinhold, Wiebke, Ritualbeschreibungen und Gebete II (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 7), Wiesbaden 2017

 

Rituale und Gebete dienten im Alten Orient als Mittel zur Abwehr von Unheil verschiedener Art. Mit ihrer Hilfe sollte ein gutes Einvernehmen mit den Göttern hergestellt werden, von denen man Glück, Gesundheit und Schutz vor dem Zugriff unheilvoller Mächte erhoffte. Der Band stellt 65 babylonisch-assyrische Keilschrifttexte mit Beschreibungen solcher Rituale und Gebeten vor: Darunter finden sich Beschreibungen von Therapien, welche die Heilung von Augen- und Ohrenleiden sowie anderen Gebrechen in Aussicht stellen, Anweisungen für Liebeszauber, Verfahren zur Abwehr von drohendem Unheil und Schadenzauber, Regeln für einen Besucher des Palastes, um mit Amuletten und Zaubersprüchen den Erfolg seiner Anliegen zu befördern, Handlungsanleitungen für Riten, die dafür sorgen sollten, dass sich der Feind den Grenzen des Landes nicht näherte, die Beschreibung einer Liturgie, in deren sakramentalem Rahmen sich das von Menschen gemachte Götterbild in die Gottheit selbst verwandelte und vieles andere mehr.
Alle hier in Bearbeitung und Kopie publizierten Tontafeln wurden während der Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in der assyrischen Hauptstadt Assur gefunden. Die genaue Fundstelle innerhalb der Stadt ist leider oft nicht mehr zu ermitteln. Viele der neuassyrischen Texte dürften jedoch aus dem sogenannten „Haus des Beschwörungspriesters“ stammen. Für die Mehrzahl der mittel- und frühneuassyrischen Tafeln kann man eine Herkunft aus den Ruinen des Assur-Tempels vermuten.

gebunden, 196 S., 75 Abb., 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10805-8
     

 

  WVDOG 146 -    
 

Donbaz, Veysel, Middle Assyrian Texts from Assur at the Eski Şark Ezerleri Müzesi in Istanbul, Wiesbaden 2016

 

The volume contains autographs of 131 Middle Assyrian documents dating from the time of Enlil-nērārī (1327-1318), Adad-nērārī (1305-1274), Salmanassar I (1273-1244), Tukultī-Ninurta I (1243-1207), Aššur-rēšī-iši (1132-1115 BC), and Tiglat-Pileser (1114-1076). They are presented together with an extensive catalog on the content of the texts and indexes of geographical names, names of gods and persons, as well as a list of the annual eponyms mentioned in the documents. The texts are mainly administrative documents related to the palace. They concern deliveries of and to the palace or contracts for work and services. As responsible officials, Aplīja, major domus (abarakku rabi’u) of the royal palace in Assur, and Samnuḫa-ašarēd, also major domus, played an essential role. Aplīja, Samnuḫa-ašarēd and other high officials are mentioned in other archives as well. Therefore, the documents published here complete our information on the royal palace administration.

gebunden, X, 102 S., 74 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10538-5
     

 

  WVDOG 145 -    
 

Werner, Peter, Der Anu-Adad-Tempel in Assur, Wiesbaden 2016

 

Hans Peter Werners Werk beinhaltet die erste vollständige Auswertung der gesamten Grabungsdokumentation für den Bereich des Anu-Adad-Tempels. Die Neubearbeitung des Gebäudekomplexes liefert neue Erkenntnisse über den Aufbau und die Architektur des Tempels, über die darin geborgenen Kleinfunde sowie über die Baugeschichte und die Nutzungsdauer des Heiligtums. Darüber hinaus werden Fotos aus der Grabungsdokumentation erstmals publiziert. Zusammen mit bislang unveröffentlichten farbigen Rekonstruktionsaquarellen und von Walter Andrae angefertigten Schnittzeichnungen durch den rekonstruierten Tempel wird auch ein Aspekt der Grabungsgeschichte aus den Anfängen der archäologischen Untersuchungen am Anu-Adad-Tempel beleuchtet. Als Ergebnis der Architekturbeschreibung werden zwei neue Rekonstruktionsvorschläge für den Tempelgrundriss vorgelegt. Mit diesem Band erfolgt erstmalig - bisher waren nur ca. 96 Objekte publiziert - eine vollständige Präsentation der mehr als 2.400 Kleinfunde aus dem Tempel und seiner unmittelbaren Umgebung, wobei nahezu jedes Objekt bildlich dokumentiert ist. Im Katalog der Kleinfunde konnte der größte Teil der Objekte mit bereits vorliegenden Publikationen zu den einzelnen Objektgruppen verbunden werden.

gebunden, XII, 283 S., 97 Abb., 5 Planbeilagen, 2 Tabellen, 95 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10581-1
     

 

  WVDOG 144 -    
 

Pedde, Friedhelm, Gräber und Grüfte aus Assur II. Die mittelassyrische Zeit, Wiesbaden 2015

 

In diesem Band werden 215 Gräber und Grüfte der mittelassyrischen Zeit in Assur vorgestellt, die in die Zeit vom 15. bis zum 11./10. Jahrhundert v.Chr. datiert werden. Innerhalb dieser Zeitspanne können die Bestattungen in drei Phasen unterteilt werden: die der frühmittelassyrischen Zeit (15./14. Jahrhundert v.Chr.), die der hochmittelassyrischen Zeit (13. Jahrhundert v.Chr.) und die der spätmittelassyrischen Zeit (12.-10. Jahrhundert v.Chr.). Die Gräber und Grüfte dieser drei Phasen unterscheiden sich durch verschiedene Gruftbauweisen bzw. Grabformen sowie durch unterschiedliche Grabkeramik und andere Beigaben. Die Grabformen, die Grabbeigaben und die Beziehungen der Bestattungen zueinander werden in separaten Kapiteln diskutiert, gefolgt von einem ausführlichen Katalog, Tabellen und einem Tafelteil, in welchem jede Bestattung gesondert mit Fundstellenhinweisen, Fotos und Plänen der Grüfte und Gräber sowie Fotos und Zeichnungen der Grabbeigaben aufgeführt wird. Es kann gezeigt werden, dass sich die Bestattungssitten in Assur von den vorhergehenden Epochen unterscheiden und sich auch während der mittelassyrischen Zeit allmählich verändern.

gebunden, XII, 311 S., 1 Abb., 1 Klappkarte, 13 Tabellen, 134 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10493-7
     

 

  WVDOG 143 -    
 

Steible, Horst / Yildiz, Fatma, Wirtschaftstexte aus Fara II, Wiesbaden 2015

 

Die über 900 Tontafeln und -fragmente, die eine Grabung der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG) 1902/3 in Fāra/Šuruppak (Süd-Irak) zutage förderte, zählen aufgrund ihres Umfangs und hohen Alters (überwiegend 26. Jahrhundert v.Chr.) sowie der erstmalig neben Wirtschaftstexten und lexikalischen Listen vertretenen „literarischen“ Gattungen zu den bedeutendsten keilschriftlichen Textcorpora. Die Texte der DOG-Grabung, die sich in den Archäologischen Museen zu Istanbul (İstanbul Arkeoloji Müzeleri) und im Vorderasiatischen Museum Berlin befinden, sind bis heute nicht vollständig publiziert. Da man mit der frühen Schriftstufe noch nicht vertraut war, sind die Erstpublikationen von A. Deimel (1922, 1923, 1924) und R. Jestin (1937, 1957) in vielen Details unvollkommen und unzuverlässig. Jüngere Arbeiten entstanden weitgehend ohne Autopsie und ohne Kenntnis des vollständigen Materials und sind daher ebenfalls revisionsbedürftig.

Dieser Band bildet den Auftakt zu einer umfassenden (Neu-)Edition der in Istanbul und Berlin befindlichen Fāra-Texte. Die Autoren haben die Texte in jahrelanger, mühevoller Arbeit kollationiert, fotografiert und (neu) autografiert. Nach der Identifizierung eines alten Inventarbuchs durch M. Krebernik im Jahre 2005 konnten ca. 600 Tafeln des Istanbuler Bestandes die bislang verlorenen Fundangaben zugewiesen werden.

Mit 170 Texten zur Viehverwaltung enthält der Band die größte Gruppe der Wirtschaftstexte; sie betreffen Rinder, Esel, Schafe, Ziegen und Fuhrwerke. Alle Texte werden in Transliteration, Fotografie und/oder Autografie nebst den wichtigsten Metadaten (Maße, Fundstelle, Angaben zu Struktur und Inhalt) präsentiert und durch vollständige Indizes erschlossen.

gebunden, X, 272 S., 84 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10447-0
     

 

  WVDOG 142 -    
 

Herausgegeben von Stefan M. Maul, Glossare zu den Bänden Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 1-3 (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 6), Wiesbaden 2015

 

In der Reihe Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts (KAL) werden Editionen der bislang unveröffentlichten literarischen Keilschrifttexte vorgelegt, die bei den Ausgrabungen in Assur, der im heutigen Nordirak gelegenen Hauptstadt des assyrischen Reiches, zutage kamen. Beginnend mit KAL 4 ist jeder Band mit einem Belegstellenglossar ausgestattet, in dem alle akkadischen und sumerischen Wörter sowie die Logogramme aufgeführt sind, die in den jeweils edierten Texten vorkommen.


In dem von Stefan M. Maul herausgegebenen Band KAL 6 wird der Wortschatz der wichtigen Omensammlungen, der umfangreichen Ritualbeschreibungen und Beschwörungen sowie der bedeutsamen historischen Keilschrifttexte aus Assur, die Nils P. Heeßel, Daniel Schwemer und Eckart Frahm in den ersten drei Bänden der Reihe vorgelegt haben, in jeweils getrennten Glossaren systematisch erfasst. Die Glossare ermöglichen das rasche Auffinden von Parallelstellen und Duplikaten, wodurch das Werk substanzielle Hilfestellung bei der Rekonstruktion der gelehrten Überlieferungen des Alten Orients zu leisten vermag.

gebunden, X, 100 S., 34,5 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-10407-4

     

 

  WVDOG 141 -    
 

Strommenger, Eva / Sürenhagen, Dietrich / Rittig, Dessa, Die Kleinfunde von Habuba Kabira-Süd, Wiesbaden 2014

 
Mit Beiträgen von Angela von den Driesch, Jochen Görsdorf, Erika Grembler, Karl-Heinz Hellmuth, Thomas Hott, Joachim Koch, Günther Kohl, Kay Kohlmeyer, Josef Riederer, Denise Schmandt-Besserat, Klaus Schmidt, Marlies Stork ...

In den städtischen Haushalten von Habuba Kabira-Süd ist die Keramik allgegenwärtig. Sie bietet mit ihrem Tonmaterial, ihrer Herstellungstechnik, ihrem Formenschatz und ihrem Dekor eine Fülle von Informationen, die auch die genauere Datierung der Stadt und ihres kulturellen Rahmens gestattet. Daher beginnt die Publikation mit der Keramik, auf die das breite Spektrum anderer Zeugen des täglichen Lebens aus Terrakotta, Stein, Metall und Knochen folgt.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die wenigen Tontafeln einer frühen Schriftstufe, zahlreiche wohl im Handel verwendete calculi  aus Terrakotta und eine Fülle tönerner Verschlüsse mit Siegelabrollungen sowie einige originale Rollsiegel aus Stein. Mit allen erwähnten Befunden gewinnt die Diskussion über die älteste Stadtkultur Vorderasiens eine neue Basis.

Untersuchungen des Metallhandwerks, der Tierknochen und Mollusken sowie des als Handelsgut gefundenen Bitumens und anderer Materialproben bieten umfangreiche Hinweise auf die wirtschaftliche Basis des Lebens in Habuba Kabira-Süd vor etwa fünf Jahrtausenden. Insbesondere bieten sie wertvolle Ergänzungen zu den bisherigen Funden aus den Metropolen in Uruk und Susa, aus deren Untersuchungen bisher nur vereinzelte Zeugnisse des täglichen Lebens hervorgegangen sind. Eine Verknüpfung der hier publizierten Objekte mit ihren im Band Ausgrabungen in Habiba Kabira I veröffentlichten Fundstellen ist stets auf direktem Wege möglich und dient somit der Gesamtbetrachtung.

gebunden, XXII, 784 S., Teil 1: 4 Abb., 2 Diagramme, 39 Tabellen; Teil 2: 258 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-10246-9
     

 

  WVDOG 140 -    
 

Klengel-Brandt, Evelyn, Die neuassyrische Glyptik aus Assur, Wiesbaden 2014

 
Mit Beiträgen von Sabine Böhme und Othmar Keel

Die Roll- und Stempelsiegel, die bei den deutschen Ausgrabungen in Assur zwischen 1903 und 1914 gefunden wurden, sind größtenteils bereits seit den 1940er-Jahren publiziert worden. Bei Recherchen im Vorderasiatischen Museum Berlin ließen sich jedoch noch über 100 unveröffentlichte neuassyrische Exemplare ausmachen, zu denen 44 bisher unbekannte Skarabäen und Siegelamulette kommen. Durch das Entgegenkommen der türkischen Antikenverwaltung konnten darüber hinaus im Eski Sark Müzesi in Istanbul 89 Siegelabrollungen und Stempelabdrücke auf neuassyrischen Keilschrifturkunden aufgenommen werden. Alle diese Exemplare bilden den katalogmäßig aufgebauten ersten Teil des Buches und erweitern damit das bisher bekannte Material aus Assur.

Im zweiten Teil des Buches werden alle aus Assur stammenden glyptischen Erzeugnisse der neuassyrischen Periode des 9. bis 7. Jahrhunderts - die originalen Roll- und Stempelsiegel in Abrollungen sowie die auf Tontafeln überlieferten Abrollungen und Abdrücke - zusammengefasst und nach ikonografischen Gesichtspunkten auf Tafeln zusammengestellt. In Kommentaren wird auf Motive, Datierung und Bedeutung der einzelnen Gruppen eingegangen. Auf diese Weise ergibt sich ein Gesamtbild der Siegelkunst, wobei die unterschiedliche Überlieferung einzelner Siegelmotive deutlich wird. Nicht nur zufällig sind die Quarzkeramiksiegel mit Jagdszenen fast ausschließlich als Originale und nicht als Abrollungen bekannt. In einem Anhang werden 58 Siegel und Abrollungen aus Assur, die in andere Perioden zu datieren sind, veröffentlicht, um das im Vorderasiatischen Museum Berlin befindliche Material zu ergänzen.

gebunden, X, 232 S., 3 Tabellen, 84 Tafelseiten mit über 400 Abb 34,5 x 24,0 cm ISBN: 978-3-447-10196-7
     

 

  WVDOG 139 -    
 

Heeßel, Nils P., Divinatorische Texte II. Opferschau-Omina (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 5), Wiesbaden 2012

 

Die Opferschau stellte im Alten Orient die einfachste und sicherste Möglichkeit dar, auf direktem Weg mit der Sphäre des Göttlichen zu kommunizieren. Hierbei wurde im Zuge eines bestimmten Rituals eine Frage an die Götter formuliert, deren Antwort an dem Erscheinungsbild der Eingeweide eines Opfertieres abgelesen wurde. Rasch entwickelte sich die Opferschau zu einem hochkomplexen Wissensgebiet, das speziell geschulte Spezialisten erforderte, die sich der Auslegung der Befunde auf den Organen des Opfertieres sowie dem Studium der umfangreichen textlichen Tradition zur Opferschau-Hermeneutik widmeten. Die zahlreichen bei den deutschen Grabungen in Assur gefundenen Opferschau-Texte, die aus der Zeit vom 13. bis zum 7. Jahrhundert v. Chr. stammen, belegen das Interesse der Assyrer an dieser Divinationstechnik, das sich auch in der Überführung von babylonischen Opferschau-Texten nach Assur und in der Entstehung von eigenen Opferschauserien in der assyrischen Hauptstadt manifestierte.

In Band 5 der Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts werden neben einer ausführlichen Einleitung zur altorientalischen Opferschau und der spezifischen assyrischen Tradition dieses Genres 74 neue Texte und Textfragmente zur Opferschau in Keilschriftkopie vorgelegt und zusammen mit 48 bereits in Keilschriftkopie publizierten Texten bearbeitet; hierbei werden auch Duplikattexte aus anderen Fundorten berücksichtigt.

Gebunden, XII, 469 Seiten, 155 Abbildung(en), 34,5 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06742-3
     

 

  WVDOG 138 -    
 

Beuger, Claudia, Die Keramik der Älteren Ischtar-Tempel in Assur. Von der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends bis zur Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr., Wiesbaden 2013

 

Die sogenannten Älteren Ischtar-Tempel gelten als der am besten dokumentierte Baukomplex in Assur, der Keimzelle des späteren assyrischen Reiches. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden diese Befunde unter der Leitung von Walter Andrae bis auf den anstehenden Fels hinab ausgegraben und es konnten die vermutlich frühesten erhaltenen Kultbauten der Stadt freigelegt werden. Nachdem die Architektur und die wichtigsten Funde von dem Ausgräber selbst bereits in den 1920er Jahren vorgelegt wurden, hat sich Jürgen Bär im Rahmen des gut 70 Jahre später ins Leben gerufenen Assur-Projektes einer umfassenden Neubearbeitung der im Vorderasiatischen Museum zu Berlin einlagernden Dokumentation und Kleinfunde gewidmet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt Assur als einziger Fundort über eine vergleichsweise gut dokumentierte Keramiksequenz aus dem 3. bis 2. Jahrtausend v.Chr. Da Assur in einer Brückenregion zwischen dem südmesopotamischen und dem syro-anatolischen Raum liegt, erlaubt das von Claudia Beuger vorgestellte Material auch eine neue Diskussion und Definition der Grenzen und Gemeinsamkeiten der nord- und südmesopotamischen Keramikkulturen, insbesondere da heute intensivierte Feldforschungen unter internationaler Beteiligung im Nordirak wieder möglich sind. Mit ihrer Untersuchung leistet Beuger so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Keramik der Älteren Ischtar-Tempel in Assur.

gebunden, X, 226 S., 24 Abb., 8 Diagramme, 14 Tabellen, 68 Tafeln mit zahlreichen Abb., 34,5 x 24,0 cm,
ISBN: 978-3-447-06929-8
     

 

  WVDOG 137 -    
 

Schmitt, Aaron W., Die Jüngeren Istar-Tempel und der Nabû-Tempel in Assur. Architektur, Stratigraphie und Funde, Wiesbaden 2012

 

Mit seinem Band zu den jüngeren Istar-Tempeln legt Aaron W. Schmitt eine weitere Untersuchung zu den großen Architekturkomplexen aus Assur vor, die im Rahmen des Assur-Projekts der Deutschen Orientgesellschaft und des Vorderasiatischen Museums Berlin bearbeitet wurden. Es wird hier die erste vollständige Auswertung der gesamten Grabungsdokumentation für die Istar-Tempel Tukulti-Ninurtas I. (1243-1207) und Assur-res-isis I. (1132-1115) sowie für den Nabû-Tempel Sîn-sar-iskuns (626-612) geboten. Schmitts Bearbeitung liefert vielfältige neue Erkenntnisse über den Aufbau und die Architektur der Tempel, die Stratigrafie des Grabungsareals, die Funktion und Nutzung der Tempelräume und deren Inventar und über die Nutzungsdauer der Heiligtümer. Grundlage für die Untersuchung war dabei die Auswertung einer Vielzahl neu entdeckter bzw. bisher nicht beachteter Unterlagen wie Fotos, Zeichnungen, Skizzenbüchern, Notizbüchern, Grabungstagebücher und auch der persönlichen Tagebücher Walter Andraes. Die so erhaltenen Ergebnisse gehen weit über bisherige Publikationen zum Thema hinaus und ermöglichen eine bessere Vorstellung von den jüngeren Istar-Tempeln. Der Band wird ergänzt durch interaktive Architekturpläne und zahlreiche Abbildungen auf CD-Rom.

gebunden, XIV, 271 Seiten, 7 Abbildung(en), 11 Tabellen, 281 Tafeln, 24,0 × 17,0 cm, mit interaktiven Architekturplänen und Fotos auf CD-ROM, ISBN: 978-3-447-06508-5
     

 

  WVDOG 136 -    
 

Lundström, Steven / Orlamünde, Julia, Die Orthostaten Tiglat-Pilesers I. und Assurnasirpals II. aus dem Alten Palast von Assur, Wiesbaden 2011

 

Während Orthostaten als Architekturelement im syrischen und anatolischen Raum seit Beginn des 2. Jahrtausends gut belegt sind, sind steinerne Orthostaten an Monumentalbauten aus dem assyrischen Kerngebiet erstmals unter Tiglat-Pileser I. (1114-1076) in Assur bezeugt. Tiglat-Pileser I. begründete damit eine Tradition, die Assur-nasir-apli II. (883-859) an gleicher Stelle wieder aufgriff, um sie dann in seinem neu gegründeten Palast in Kalhu weiterzuentwickeln. Die circa 800 anikonischen Orthostatenbruchstücke Tiglat-Pilesers I. beziehen sich auf dessen Bautätigkeit am Alten Palast und lassen sich anhand des Materials (Basalt/ Kalkstein) und der Inschriften in fünf Hauptgruppen hinsichtlich der Zeilenzahl unterscheiden. Sie können zudem anhand der Ausführung der Inschriften (liniiert/ unliniiert) noch einmal unterteilt werden. Die ebenfalls anikonischen Orthostaten Assurnasirpals II. waren zum Teil quadratisch und maßen etwa 26,5-29,00 x 28,5-29,00 cm; für andere lässt sich eine Breite von ca. 60 bis 80 cm erschließen. Sie unterscheiden sich damit signifikant von den ungleich größeren und mit Reliefs verzierten Orthostaten im so genannten Nord-West-Palast des Herrschers in der neuen Residenzstadt Nimrud, mit dessen Bau er kurz nach seinem Regierungsantritt (885) begonnen haben muss. Ergänzend zu dem detaillierten Katalog der Orthostaten aus dem Alten Palast werden Fragen nach Verwendung und Anbringungsorten, nach möglichen Hinweisen auf die Baugeschichte, nach der Bedeutung für die assyrische Kunst- und Kulturgeschichte und vor allem nach dem Verhältnis der assyrischen Orthostaten zu den Orthostaten des syrisch-palästinischen Bereichs behandelt.

gebunden, XII, 176 Seiten, 22 Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06510-8
     

 

  WVDOG 135 -    
 

Orlamünde, Julia, Die Obeliskenfragmente aus Assur, Wiesbaden 2011

 
Mit einem Beitrag von Eckart Frahm zu den Inschriften.

Die Mehrheit der in Assur gefundenen Obeliskenfragmente ist bisher gar nicht oder nur unzureichend publiziert worden. Julia Orlamünde legt nun eine detaillierte Beschreibung der 256 Fragmente drei unterschiedlicher Obeliskentypen vor und präsentiert eine Reihe von Zusammenschlüssen einzelner Fragmente. Gleichzeitig wird eine gute Vorstellung dessen vermittelt, was einst in Assur vorhanden war. Durch Vergleiche mit dem Rassam Obelisken, dem Schwarzen Obelisken, den Beschlägen der Balawat-Tore und der Thronbasis Salmanassars III. lässt sich das auf den Obeliskenfragmenten Dargestellte klarer erkennen und in einen größeren Zusammenhang einordnen. So ist den assyrischen Obelisken gemeinsam, dass sie im Wesentlichen Tribut seitens unterworfener Vasallen des assyrischen Reiches inschriftlich und bildlich zum Thema haben. Anhand der zahlreichen neuen Beispiele aus Assur werden die bisherigen Erkenntnisse ikonographisch und textlich vielseitig erweitert. Der Katalog wird ergänzt durch einen Beitrag von Eckhart Frahm, in dem die Datierung der Obelisken-Bruchstücke des Typs I in die Zeit Tiglat-Pilesers I. (1114-1076) belegt wird, womit sich die Anzahl der aus der späteren mittelassyrischen Zeit stammenden Obelisken (Zerbrochener und Weißer Obelisk) um einen weiteren erhöht.

gebunden, IV, 97 Seiten, 53 Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06514-6
     

 

  WVDOG 134 -    
 

Prechel, Doris / Freydank, Helmut, Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte X, Wiesbaden 2011

 
Mit einem Beitrag zu den Siegelabrollungen von Barbara Feller.

Der größte Teil der von Doris Prechel und Helmut Freydank publizierten mittelassyrischen Rechtsurkunden und Verwaltungstexte stammt aus dem Verwaltungsbereich des Majordomus (abarakku rabi'u) des königlichen Palastes in Assur. Diese Texte verteilen sich über einen Zeitraum von etwa zweihundert Jahren, von Salmanassar I. (1273-1244) bis zu Assur-bel-kala (1073-1056) und ermöglichen detaillierte Einblicke in unterschiedliche wirtschaftliche Aktivitäten, die unter der Jurisdiktion des königlichen Palastes durchgeführt beziehungsweise dirigiert wurden. Am häufigsten dokumentieren die Urkunden die Lieferung und Verarbeitung von Leder und Häuten, u.a. für die Reparatur, das Instandsetzen und die Ausstattung von Wagen (darunter diejenigen des Herrschers), die Lieferung von Metallgegenständen aus vom Palast zur Verfügung gestelltem Material, die Lieferung von Gewändern und die Verarbeitung von Textilien, Lieferungen an und von Ölkelterern sowie die Lieferung von pflanzlichen Stoffen zur Parfümherstellung. Hinzu kommen einige Urkunden, die die Verarbeitung von Getreide und die Verteilung von Getreiderationen an Arbeiter betreffen, sowie Listen von Arbeitern, von Viehbeständen, von Ackerlandflächen und von Beutegut. Einzelne Urkunden registrieren auch die Lieferung von Materialien für kultische Rituale.

gebunden, X, 85 Seiten, 9 Tafeln - 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06509-2
     

 

  WVDOG 133 -    
 

Maul, Stefan M. / Strauß, Rita, Ritualbeschreibungen und Gebete I (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 4), Wiesbaden 2011

 
Mit Beiträgen von Daniel Schwemer.

Im Sommer 1908 stießen Archäologen der Deutschen Orient-Gesellschaft auf die Reste eines Wohnhauses, das beim Fall Assurs im Jahr 614 v. Chr. zerstört worden war. Über Generationen hinweg hatte es Heilern gehört, die am Assur-Tempel tätig waren und für das Wohlergehen des assyrischen Königs sorgten, wenn dieser in Assur weilte. In einer Art Fachbibliothek hatten sie Werke und Schriften zusammengetragen, die sie für die Ausübung ihres Berufes benötigten. Die von Stefan M. Maul und Rita Strauß im vierten Band der "Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts" (KAL 4) vorgelegten Texte stammen vorwiegend aus dem sogenannten "Haus des Beschwörungspriesters". Im Mittelpunkt stehen die bislang unveröffentlicht gebliebenen Beschreibungen von "Löseritualen" ("namburbi"), mit deren Hilfe ein durch Vorzeichen angekündigtes Unheil abgewendet werden sollte, noch bevor es spürbare Gestalt angenommen hatte. Zudem werden weitere Beschreibungen von Ritualen und Therapien zur Abwehr von Unheil, Krankheit und Bösem sowie eine kleine Gruppe akkadischer "Handerhebungsgebete" erstmals zugänglich gemacht.

gebunden, XII, 240 Seiten, 71 Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06107-0
     

 

  WVDOG 132 -    
 

Faist, Betina, Neuassyrische Rechtsurkunden IV, Wiesbaden 2011

 
Mit Beiträgen von Evelyn Klengel-Brandt.

Band IV von Betina I. Faist setzt die 1991 begonnene systematische Veröffentlichung neuassyrischer Rechtsurkunden und Verwaltungstexte aus den Grabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in Assur, der ehemaligen Hauptstadt des assyrischen Reiches in Nordirak, fort. Während in den ersten drei Publikationen (KAN 1 bis 3) die größeren Fundkomplexe ("Archive") vorgelegt wurden, finden sich bei Faist nun kleine Fundgruppen, Einzelfunde, Tafeln aus unbekannten Fundorten sowie neu identifizierte Texte aus den bekannten Archiven. Die meisten Texte stammen aus der letzten Phase des assyrischen Reiches (648 bis 612 v. Chr.) und gewähren einen Einblick in das private Familien- und Geschäftsleben der Stadteinwohner. Am häufigsten sind dabei Kaufurkunden, die sowohl Personen als auch Immobilien betreffen, ferner Schuldurkunden (Silber- und Gersteobligationen), Arbeitsverträge mit Lohnauszahlung, Prozessurkunden, Quittungen und eine Erbteilungsurkunde. Eine große Anzahl der Dokumente ist gesiegelt. Der Band enthält sowohl die Autografien der Keilschrifttexte und den entsprechenden Katalog mit Inhaltsangaben als auch einen Katalog der vorhandenen Siegel mit Umzeichnungen sowie ausgewählten Fotografien und Konkordanzen.

gebunden, VII, 72 Seiten, 6 Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06458-3
     

 

  WVDOG 131 -    
 

Wicke, Dirk, Kleinfunde aus Elfenbein und Knochen aus Assur, Wiesbaden 2011

 

Die Ausgrabungen der DOG in Assur haben über 700 Objekte aus Knochen und Elfenbein erbracht, die Dirk Wicke nun in seiner Studie zu den Kleinfunden aus Assur erstmals vollständig in Katalogform beschreibt, bildlich dokumentiert und ausführlich kommentiert. Der Entstehungszeitraum der Objekte reicht vom späten 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die späte hellenistisch-parthische Epoche hinein, den Schwerpunkt der Untersuchung bilden dabei die Funde der mittel- und neuassyrischen Zeit (14.-12. bzw. 9.-7. Jahrhundert v. Chr.). Die Gegenstände umfassen nahezu das gesamte Repertoire der Beinschnitzerei und reichen von figürlichen, vollplastischen Arbeiten über Behälter, Kämme und Einlagen bis hin zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Sie wurden nicht nur im Palast, sondern überwiegend im Wohngebiet von Assur v.a. als Grabbeigaben gefunden, dadurch unterscheidet sich das Material grundlegend von den im Palastgebiet entdeckten Elfenbeinobjekten. Wickes Studie bietet neben der Präsentation der Funde auch eine materialkundliche Einführung in Elfenbein und Knochen, einen kurzen Überblick über optische und physikalisch-chemische Bestimmungsmöglichkeiten sowie über restauratorische Maßnahmen. Einen Schwerpunkt von fächerübergreifendem Interesse bildet das Thema der der altorientalischen Beinschnitzerei: Hier werden nicht nur technische Aspekte der Ver- und Bearbeitung, sondern auch Grundlagen des altorientalischen Beinschnitzhandwerks zusammengefasst. Der besonderes Wert der Untersuchung liegt in der gemeinsamen Publikation von Elfenbein- und Knochengegenständen, die Wicke materialvergleichende Betrachtungen erlaubt.

gebunden, XII, 326 Seiten, 55 Tafeln - 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06244-2
     

 

  WVDOG 130 -    
 

Reculeau, Hervé / Feller, Barbara, Mittelassyrische Urkunden aus dem Archiv Assur 14446 , Wiesbaden 2012

 

Mit dem Band von Hervé Reculeau und Barbara Feller wird ein weiterer Bestand mittelassyrischer Urkunden aus Assur zugänglich gemacht. Die hierin enthaltenen Texte gehören zu den frühesten mittelassyrischen Urkunden aus der Stadt Assur und auch aus dem übrigen assyrischen Raum und stammen aus der Zeit zwischen dem Ende des 15. und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es handelt sich weitgehend um private Rechtsurkunden, die Teil eines umfangreichen Urkundenbestandes sind, der von Familien aus vier aufeinander folgenden Generationen stammt. Wie in den bisherigen Bänden werden zusammen mit den Autografien der Urkunden die gut 100 abgerollten Siegel in einem ausführlichen Siegelkatalog beschrieben und fotografisch und zeichnerisch dokumentiert. Soweit möglich werden auch die Namen der Siegelnden identifiziert. Erst die gemeinsame Publikation der Rechts- und Verwaltungsurkunden mit ihren Siegelabrollungen ermöglicht ein besseres Verständnis der Verwendung von Siegeln in der Rechtspraxis und im Verwaltungshandeln sowie der Verantwortlichkeiten für administrative Vorgänge.

gebunden, VII, 112 Seiten, 55 Abbildung(en), 2 Tabellen, 82 Tafeln, - 34,5 × 24,0 cm, ISBN: 978-3-447-06812-3
     

 

  WVDOG 129 -    
 

Hockmann, Daniel, Gräber und Grüfte aus Assur von der zweiten Hälfte des 3. bis zur Mitte des 2. Jahrtausends. v. Chr., Wiesbaden 2010

 

In Assur konnten während der deutschen Ausgrabungen unter der Leitung von Walter Andrae in den Jahren 1903-1914 zahlreiche Gräber und Grüfte geborgen werden. Daniel Hockmanns Studie ist die erste in einer Reihe von Publikationen, die sich im Rahmen des von der Deutschen Orient-Gesellschaft und dem Vorderasiatischen Museum Berlin ins Leben gerufenen Assur-Projektes einer Neubearbeitung dieser Funde und Befunde widmet. Hockmann legt in einem umfangreichen Katalog erstmals die ältesten und mit reichhaltigen Grabinventaren ausgestatteten Gräber und Grüfte in Assur, die in die Zeit von der zweiten Hälfte des 3. bis zur Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. datieren, vollständig vor. Dabei wird die gesamte verfügbare Dokumentation miteinbezogen und es werden sowohl die Architektur der Grabanlagen als auch die Inventare behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Totenrituale und Jenseitsvorstellungen, die vor einem breiteren ethnoarchäologischen Hintergrund diskutiert werden. Mit seiner umfassenden Materialvorlage leistet Hockmann einen grundlegenden Beitrag zur Kenntnis der Bestattungskultur in Assyrien im genannten Zeitraum und kann darüber hinaus zeigen, dass für die Bestattungen des 3. Jahrtausends deutliche Beziehungen zwischen Assur und dem südlichen Mesopotamien bestehen, während für das frühe 2. Jahrtausend eher eine Verbindung zum obermesopotamischen Raum vorliegt.

gebunden, VIII, 293 Seiten, davon 121 Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06220-6
     

 

  WVDOG 128 -    
 

Onasch, Hans U., Ägyptische Alabastergefäße aus Assur, Wiesbaden 2010

 

Die nahezu eintausend in Assur gefundenen Fragmente von Alabastergefäßen im Vorderasiatischen Museum Berlin stammen größtenteils aus Ägypten. Sie wurden dort zur Zeit des Neuen Reichs (18./ 19. Dynastie) gefertigt und in Assur in offiziellen Gebäuden, vor allem im Alten Palast, entdeckt. Die meisten dieser Alabastergefäße kamen als Beute von König Adad-nerari I. über Mitanni nach Assur, wohin sie zuvor als Staatsgeschenke Ägyptens gelangt waren. Ein geringerer Teil stammt aus der 3. Zwischenzeit und wurde im 8./ 7. Jahrhundert von den Assyrern in der Levante erbeutet. In Assur selbst wurden kleine Alabastren aus bereits im Altertum zerscherbten dickwandigen Gefäßteilen hergestellt. Auf der Basis von Materialbeobachtung und Analyse unterschiedlicher Fertigungstechniken können die in Ägypten von den in Assur hergestellten Gefäße unterschieden werden: Gefäße aus Calcit-Alabaster stammen aus Ägypten, die aus dem weicheren Gips-Alabaster gefertigten sind in Assur entstanden. Hans-Ulrich Onasch gelingt es, zahlreiche in Assur gefundene Gefäßfragmente an die von Barbara Aston (1994) entwickelte Typologie ägyptischer Alabastergefäße anzuschließen. Er erweitert diese Typologie, die sich im Wesentlichen auf Gefäße des Alten Reiches bezieht, um neue Typen ägyptischer Alabastren, die in Ägypten selbst noch nicht gefunden wurden. Als Vergleichsmaterial dienen ihm die Alabastergefäße aus Ugarit. Onasch' Studie zu den ägyptischen Alabastergefäßen aus Assur leistet nicht nur einen grundlegenden Beitrag zur Klassifizierung der ägyptischen Alabastergefäße, sondern gibt zugleich Aufschluss über die sonst nur punktuell zu fassenden Beziehungen zwischen Ägypten und Assyrien.

gebunden, IX, 244 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 34 Tafeln, 34,5 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06108-7
     

 

  WVDOG 127 -    
 

Sass, Benjamin / Marzahn, Joachim, Aramaic and figural stamp impressions on bricks of the sixth century B.C. from Babylon, Wiesbaden 2010

 
With Drawings of the Aramaic and Figural Impressions by Noga Z'evi.

The book addresses the 335 Aramaic and figural impressions on bricks of the sixth century B.C., most of them uncovered during the German excavations in 1899-1917. This treasure trove, that remained practically unpublished for a hundred years, is well dated by cuneiform impressions, found on the same bricks, of Nebuchadnezzar II (605-562 B.C.) and his immediate successors. The Aramaic and figural brick impressions close a gap in our knowledge about Aramaic palaeography (the stamp legends are in the monumental script, hitherto poorly documented for the sixth century), contribute to our understanding of the onomasticon and the iconography of the period, and touch upon the history of the Aramaean presence in Babylon and upon the royal building activity there.

gebunden, 259 Seiten, 17 Tabellen, 34,5 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06184-1
     

 

  WVDOG 126 -    
 

Strommenger, Eva / Miglus, Peter A., Altorientalische Kleinfunde (= Ausgrabungen in Tall Bi’a/Tuttul V), Wiesbaden 2010

 

Die Kleinfunde sind Teil einer zehnbändigen Publikation der Ausgrabungsergebnisse in der altorientalischen Stadt Tuttul am mittleren Euphrat in Syrien. Bisher erschienen von ihr sechs Bände. Die restlichen drei sind in Vorbereitung. Von den sogenannten 'Kleinfunden' sind bisher die Schrift- und Siegelobjekte in gesonderten Banden veröffentlicht (Bd. II und IV). Zudem bietet der abschließende Band X der Serie eine zusammenfassende Behandlung der allgegenwärtigen Keramik mit einer stratigraphischen Auswertung. Der nun vorliegende Band V beschrankt sich auf die sonstigen Kleinfunde, die übliche Hinterlassenschaft altorientalischer Städte. Die meisten Funde bestehen aus Terrakotta und Ton, weniger aus Stein und Metall. Kleinere Gruppen bilden die Objekte aus Knochen und diversen anderen Materialien. Zumeist handelt es sich um einfache Gerate des täglichen Lebens, deren Gestalt oft zeitlos, gelegentlich jedoch auch variabel ist. Sind grundlegende Veränderungen zu ermitteln, so ergeben sich zahlreiche Fragen, beispielsweise zu den Arbeitsabläufen, der Technologie oder der Mode. Angesichts ihrer geringen Menge verdienen einige fragmentarische Reliefarbeiten aus Stein besondere Beachtung. Als Luxusgüter gehören sie in den Rahmen der überregionalen mesopotamischen und syrischen Bildenden Kunst. Menschen- und tiergestaltige Figuren sowie Wagenmodelle aus Terrakotta sind dagegen gerade wegen ihrer großen Anzahl auffallend. Ihre Festlegung auf eindeutig definierbare Typen weist sie in den Kreis der Religion als Götterbilder und Kultgerate der Stadtbewohner.

gebunden, IX, 438 Seiten, davon 202 Seiten Tafeln mit über 5000 Abbildung(en), 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06169-8
     

 

  WVDOG 125 -    
 

Freydank, Helmut / Feller, Barbara , Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte IX, Wiesbaden 2010

 

Helmut Freydank und Barbara Feller veröffentlichen die Handkopien von 117 Keilschrifturkunden aus mittelassyrischer Zeit (vorwiegend aus dem 13. und 12. Jahrhundert v. Chr.) sowie einen Katalog der auf einigen der Tafeln abgerollten Siegel. Diese werden kategorisiert und beschrieben und durch Fotos und Zeichnungen dokumentiert. Etwa die Hälfte der Texte und Textfragmente kommen aus der einstigen Metropole Assur, sie entstammen einem Archiv, das sich in dem Teil des Assur-Tempels befindet, in welchem die regelmäßigen Opferlieferungen an die Gottheiten verwaltet und verarbeitet wurden. Die in Berlin aufbewahrten Tontafeln aus diesem Archiv können nun als vollständig publiziert gelten. Zudem wurden einige inzwischen dem Fundort Kar-Tukulti-Ninurta, einer kurzzeitigen assyrischen Residenz, zugeordnete Tafeln aufgenommen, ferner eine Reihe von Tafeln, deren Zugehörigkeit zu einem Archiv unsicher ist. Der Inhalt der Texte wird in einer knappen Übersicht vorgestellt, alle erwähnten Eigennamen sind in Indizes erfasst und die verschiedenen Nummerierungen der Tafeln sind durch Konkordanzen der Fund- und Inventarnummern erschlossen.

gebunden, VI, 106 Seiten, 18 Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06181-0
     

 

  WVDOG 124 -    
 

Llop-Raduà, Jaume, Mittelassyrische Verwaltungsurkunden aus Assur / Texte aus den "großen Speichern" und dem Ubru-Archiv, Wiesbaden 2009

 
Mit einem Beitrag zu den Siegelabrollungen von Barbara Feller.

Die in diesem Band publizierten Verwaltungsurkunden verteilen sich zum Einen auf Personen- und Rationenlisten aus der Zeit Salmanassars I. (1263-1244 v. Chr.) und zum Anderen auf Briefe, Listen von Personen, Gefäßen und Nutztieren sowie Notizen und Quittungen hauptsächlich aus der Zeit Tukulti-Ninurtas I. (1243-1197 v. Chr.). Die Listen beziehen sich auf eine archäologisch identifizierbare Verwaltungseinheit, die karmu rabiutu, die „Großen Speicher,“ am Tabira-Tor von Assur. Die in den Listen als „Bogenleute“ bezeichneten Personen waren vermutlich bei den Bauvorhaben Salmanassars I. und Tukulti-Ninurtas I. eingesetzt. Insofern ergänzen die hier publizierten Texte das Bild von der archäologisch und durch Monumentalinschriften bezeugten umfangreichen Bautätigkeit Salmanassars I. und seines Nachfolgers Tukulti-Ninurta I. Eine inhaltliche Bearbeitung des hier in Autografien vorgelegten Archivs wird gegenwärtig durch Jaume Llop-Raduà vorbereitet.

gebunden, 144 Seiten, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06004-2
     

 

  WVDOG 123 -    
 

Steven Lundström, Die Königsgrüfte im Alten Palast von Assur, Wiesbaden 2009

 

Die Königsgrüfte des Alten Palastes von Assur sind ein außergewöhnliches Zeugnis der assyrischen Bestattungskultur. Die sieben Grüfte des ausgehenden 2. Jts. und der ersten Hälfte des 1. Jts. v. Chr. sind die bislang einzig bekannten Bestattungen assyrischer Herrscher. Die Grüfte wurden während der Eroberung der Stadt Assur im Jahr 614 v. Chr. durch die Meder systematisch zerstört. Der archäologische Befund illustriert damit zugleich einen zentralen Moment assyrischer Geschichte. Erstmals werden hier die architektonische und bautechnische Ausführung der Grüfte, der Beigabenbestand und die Entwicklung der Gruftanlage insgesamt diskutiert. Die Grabinschriften Assurbelkalas, Assurnasirpals II., Samsi-Adads V. und Sanheribs werden in Autographie und philologischer Bearbeitung vorgelegt. Die Aufarbeitung des archäologischen und inschriftlichen Befundes gründet auf der umfangreichen Grabungsdokumentation der Ausgrabung der Deutschen Orient-Gesellschaft aus den Jahren 1903 bis 1914 und auf den im Vorderasiatischen Museum in Berlin ausgestellten rekonstruierten Grabkammern und Sarkophagen sowie den dort aufbewahrten Funden. Die schriftlichen teilweise in der Gabelsberger Kurzschrift verfassten Quellen und die bildlichen Quellen der Grabungsdokumentation werden vollständig ediert und kommentiert, die Rekonstruktionen und Funde in einem Katalog erfasst.

gebunden, 456 Seiten, davon 94 Seiten s/w Tafeln, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-06008-0
     

 

  WVDOG 122 -    
 

Werner, Peter, Der Sîn-Šamaš-Tempel, Wiesbaden 2009

 

Die Geschichte des Sîn-Šamaš-Tempels in Assur läßt sich über ca. 650 Jahre archäologisch und inschriftlich mindestens seit dem 16 Jh. v. Chr. (Assur-nerari I. ca. 1515) über Tukulti-Ninurta I. 1243-1207) bis ins 9. Jh. v. Chr. (Assurnasirpal II. 883-859) verfolgen. Mehrere Gründe sprachen dafür, den Sîn-Šamaš-Tempel erneut zu bearbeiten, denn die bisherige Präsentation der Grabungsergebnisse hatte noch viele Fragen offen gelassen oder zu neuen Anlass gegeben. Außerdem waren die im Sîn-Šamaš-Tempel ergrabenen Kleinfunde bisher nicht publiziert, mit Ausnahme der in dessen Umfeld geborgenen inschriftlichen Zeugnisse, die die Identifikation als Sîn-Šamaš-Tempel möglich gemacht hatten. Der in diesem Band enthaltene Katalog verzeichnet nun alle 459 Kleinfunde aus dem Areal des Sîn-Šamaš-Tempels. Die meisten können im Abbildungsteil dokumentiert werden. Es war zudem möglich, in einem der dem Band beigegebenen Pläne die Höhenmesspunkte darzustellen. Der Autor konnte auch die in Kurzschrift vorliegenden Aufzeichnungen des Ausgräbers Walter Andrae nutzen. Als Ergebnis in diesem Band vorgelegten neuerlichen Bearbeitung liegt nun ein Rekonstruktionsvorschlag für die architektonischen Befunde vor.

gebunden, 86 Seiten, davon 26 Tafeln, 4 Faltpläne, 34,5 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-05946-6
     

 

  WVDOG 121 -    
 

Frahm, Eckart, Historische und historisch-literarische Texte (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 3), Wiesbaden 2009

 

Die Stadt Assur war die Keimzelle des assyrischen Staates, der im 1. Jahrtausend v. Chr. zum ersten wirklichen Imperium der Weltgeschichte aufstieg. Wie sich diese historisch so folgenreiche Transformation des assyrischen Staatswesens vollzog und welchen Wandlungen dabei die Identität seiner Eliten unterworfen war, dokumentieren zahlreiche in Assur gefundene Königs- und Weihinschriften, Chroniken, Dekrete, Verträge und historisch-literarische Texte. Im Band werden 80 dieser Texte zum größten Teil erstmalig in Form von Bearbeitungen und Keilschriftautographien vorgelegt. Die leider zumeist nur fragmentarisch erhaltenen Texte, die in die Zeit vom 13. bis zum 7. Jahrhundert v. Chr. datieren, umfassen bislang unbekannte königliche Annalen- und Bauberichte, eine Chronik aus der Zeit Assurnasirpals I., einen neuen "Gottesbrief", Manuskripte der Loyalitätseide Sanheribs sowie eine Art Dialog zwischen König Ischme-Dagan I.(?) und dem Gott Assur-Enlil. Auch die früheste Erwähnung Ägyptens in einer assyrischen Königsinschrift wird in dem Band präsentiert.

gebunden, XII, 276 Seiten, 34,5 × 24,0 cm
ISBN: 978-3-447-05896-4
     

 

  WVDOG 120 -    
 

Pedde, Friedhelm / Lundström, Steven, Der alte Palast in Assur. Architektur und Baugeschichte, Wiesbaden 2008

 
Mit einem Beitrag von Eckart Frahm.

Der Band behandelt ein Gebäude von zentraler Bedeutung für den assyrischen Staat. Er enthält sowohl eine umfassende Beschreibung der architektonischen und archäologischen Befunde des Alten Palastes von den ältesten Schichten bis in die nachassyrische Zeit als auch eine ausführliche Präsentation aller sich auf den Palast beziehenden schriftlichen Quellen. Für die Darstellung der Architektur wurde die gesamte verfügbare Dokumentation mit einbezogen: so wurden erstmals die Planquadrate in die Pläne eingetragen sowie 3000 Höhenmesspunkte, die eine detaillierte Vorstellung vom Niveau der Fußböden und Mauern der einzelnen Räume vermitteln. Außerdem konnten alle Grabungsfotos verwendet werden. Fotopläne mit angegebenem Standpunkt und Richtung erleichtern das Verständnis der fotograerten Strukturen. In einem Katalog sind die Eckdaten aller ca. 2000 Fundobjekte enthalten. Die Pläne, Fotos und Objektdaten sind auch auf einer beigefügten CD gespeichert. Die inschriftliche Dokumentation vermittelt die Baugeschichte in großer historischer Tiefe. Die Inschriften erwähnen zahlreiche namentlich bekannte Räume und Bauelemente und ermöglichen es, sowohl deren Funktion als auch deren Position im Palast wahrscheinlich zu machen.

gebunden, 240 Seiten, 82 sw Abb., 1 Mappe m. 5 Plänen, 1 CD-ROM mit interaktiven Architekturplänen und Photos, 34,5 x 24,0 cm
ISBN10: 3-447-05727-0
ISBN: 978-3-447-05727-1
     

 

  WVDOG 119 -    
 

Freydank, Helmut / Feller, Barbara, Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte VIII, Wiesbaden 2007

 

Die Veröffentlichung des Bandes bietet zusammen mit den bisher publizierten Bänden der Reihe "Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte V-VII" die Voraussetzung, die Strukturen und Prozesse in der Opferverwaltung des Assurtempels, dem zentralen Heiligtum des assyrischen Staates, deutlich zu machen. Im Einzelnen lassen die hier veröffentlichten Texte Kontinuitäten und Diskontinuitäten im Verwaltungsgeschehen über einen Zeitraum von ca. 100 Jahren (Laufzeit des Archivs im 12./ 11. Jh. v. Chr.) erkennen. Sie stellen einen Baustein dar für eine generelle Untersuchung administrativer Strukturen und Prozesse im assyrischen Staat (basierend auf weiteren Archiven aus dem Bereich der Palastverwaltung, die im Rahmen des Assur-Projekts für die Publikation vorbereitet werden). Das Archiv der Opferverwaltung des Assurtempels ermöglicht den Vergleich mit anderen Verwaltungssystemen im Alten Orient und in der Alten Welt. Im innermesopotamischen Bereich lässt sich unterschiedliches Verwaltungsgebaren im Hinblick auf die Formen institutioneller Wirtschaft in Babylonien und Assyrien beobachten.

gebunden, 104 Seiten, davon 20 Seiten Abbildung(en), 34,5 × 24 cm
ISBN10: 3-447-05678-9
ISBN: 978-3-447-05678-6
     

 

  WVDOG 118 -    
 

Czichon, Rainer M. / Werner, Peter, Die bronzezeitliche Keramik (Ausgrabungen in Tall Munbaqa-Ekalte IV), Wiesbaden 2008

 

Mit dem vierten Band der Endberichte über die Ergebnisse Ausgrabungen in Tall Munbaqa-Ekalte* liegt nun das keramische Material dieser bronzezeitlichen Ruine vor. Neben den Hauptkapiteln zu den Keramikformen der früh-, mittel- und spätbronzezeitlichen Siedlungsperioden nden sich separate Beiträge zur Nuzi-Keramik, den zoomorphen Gefäßen, der ritzverzierten Keramik sowie den Markierungszeichen aus Tall Munbaqa. In der Publikation wurde Wert auf eine möglichst umfassende Materialvorlage gelegt. Ausführliche textliche Beschreibungen nebst Hinweisen auf vergleichbare Keramik sowie Dokumentationen in Form von Strichzeichnungen und Fototafeln haben hierbei Vorrang. Ein besonderer Gewinn für vergleichende Bewertungen des Materials zu anderen Fundorten dürfte die - so wie bisher in keinem anderen Fall in dieser Euphrat-Region - möglich gewordene Dokumentation der spätbronzezeitlichen Keramik sein. Die umfassende Erforschung der spätbronzezeitlichen Stadtruine ist bekanntermaßen das ambitionierte Ziel des Grabungsprojekts Tall Munbaqa - Ekalte. Insbesondere die vielen Hausinventare bieten kostbares Material für Erkenntnisse zur spätbronzezeitlichen Stadtkultur in dieser nordsyrischen Region am Euphrat.

gebunden, XVIII, 694 Seiten, davon 332 Tafeln, 34,5 × 24 cm
ISBN10: 3-447-05675-4
ISBN: 978-3-447-05675-5
     

 

  WVDOG 117 -    
 

Schwemer, Daniel, Rituale und Beschwörungen gegen Schadenzauber (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 2), Wiesbaden 2007

 

Schadenzauber gehörte in der babylonisch-assyrischen Heilkunde zu den möglichen Ursachen verschiedener Leiden, die als Behexung diagnostiziert und abhängig von der jeweiligen Form der Behexung mit speziellen Ritualen und Heilmitteln therapiert werden konnten. Keilschriftliche Handschriften der Ritualanweisungen, Beschwörungstexte und Rezepte des Abwehrzaubers, die dem ‘Beschwörer’ als Referenz- und Ausbildungstexte dienten, wurden bei Ausgrabungen altorientalischer Bibliotheken gefunden. In diesem Band werden 66, großteils bislang unpublizierte Texte dieses Genres, die bei den Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in der assyrischen Hauptstadt Assur gefunden wurden, in Bearbeitung und Kopie veröffentlicht; dabei werden auch die Duplikattexte aus anderen Fundorten berücksichtigt. Die Tafeln und Fragmente stammen v.a. aus dem ‘Haus des Beschwörungspriesters’, einem der wichtigsten Fundorte für das Corpus der Abwehrzauber-Rituale. Die Einleitung gibt einen Überblick über das Genre der babylonisch-assyrischen Abwehrzauber-Texte und führt in das Phänomen des Schadenzauberglaubens im alten Mesopotamien ein.

gebunden, XII, 199 Seiten, 34,5 × 24 cm, ISBN: 978-3-447-05592-5
     

 

  WVDOG 116 -    
 

Heeßel, Nils P., Divinatorische Texte I. Terrestrische, teratologische, physiognomische und oneiromantische Omina (= Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 1), Wiesbaden 2007

 

Dieser Band bietet die Edition einer Gruppe von Vorzeichensammlungen, die in Assur wirkende Gelehrte als Studienmaterial und als Nachschlagewerke verwendeten. Hierzu gehören vor allem im Bereich der Stadt und ihrer Umgebung zu beobachtende Omina, wobei besonders Schlangen- und andere Tier-Omina häufig belegt sind. Neben den Manuskripten der kanonischen Serie sind auch ältere Texte aus der zweiten Hälfte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends zu finden, die die Vorläufer dieser Serie darstellen. Daneben werden auch Texte ediert, die Geburtsanomalien, Träume und die menschliche Physiognomie ausdeuten. Die Textzeugen werden durch Umschrift, Übersetzung und Kommentar erschlossen und mehr als 40 bislang unpublizierte Texte, sowie durch Textzusammenschlüsse erweiterte Tontafeln und Tontafelfragmente werden in Autographie vorgelegt. Eine Einleitung führt in die entsprechenden Divinationstechniken des Alten Orients ein, stellt die für die Stadt Assur spezifische Beleglage dar und beleuchtet die Wege, auf denen das babylonische Wissen um diese Divinationsformen nach Assur gelangte.

gebunden, XIII, 201 Seiten, 56 Seiten schwarz-weiß Tafeln, 34,5 × 24 cm
ISBN10: 3-447-05591-X
ISBN: 978-3-447-05591-8
     

 

  WVDOG 115 -    
 

Klengel-Brandt, Evelyn / Cholidis, Nadja, Die Terrakotten von Babylon im Vorderasiatischen Museum in Berlin, Teil 1: Die anthropomorphen Figuren, Saarwellingen 2006

 

Bei den deutschen Ausgrabungen, die zwischen 1899 und 1917 unter der Leitung von Robert Koldewey in der Ruinenstätte von Babylon stattfanden, wurden nicht nur große Teile des Stadtgebiets erforscht und bedeutende Bauwerke freigelegt, sondern es kamen auch zahlreiche Kleinfunde zutage. Zu ihnen gehörten die Terrakotten als mengenmäßig größte Gruppe nach der Keramik. Nach den Fundteilungen gelangten schließlich über 7200 Terrakotten ins Vorderasiatische Museum nach Berlin, die kriegsbedingt nie publiziert wurden. Erst 1996 wurde mit der Aufbereitung des Fundmaterials begonnen, von denen die anthropomorphen Terrakotten in diesen zwei Teilbänden vorgelegt werden. Die Tierfiguren, Möbel, Schiffe und weitere Objekte sollen später noch publiziert werden. Die anthropomorphen Terrakotten aus Babylon konnten vorwiegend in die sogenannte Spätzeit, d. h. in die persische bis parthische Epoche des 6 Jh. v. Chr. bis in das 3. Jh. datiert werden. Babylon bietet mit seiner aus verschiedenen Teilen der antiken Welt stammenden Bevölkerung gerade für diesen Zeitraum ein so vielfältiges Material wie es von kaum einer anderen Ruinenstätte vorliegt. Die Autoren haben versucht, die Terrakotten der Spätzeit einzelnen historischen Epochen zuzuweisen. Die aus früheren Besiedlungsperioden bis an den Anfang des 2. Jahrt. v. Chr. stammenden Figuren stellen, bedingt durch die Ausgrabungssituation in Babylon, den zahlenmäßig kleineren Teil dar.

Pappband, XXIII, 835 Seiten, 24,5-34,3 cm
ISBN 978-3-939166-02-3
     

 

  WVDOG 114 -    
 

Miglus, Peter A. / Strommenger, Eva, Der Palast A (Tall Bi'a/Tuttul VII), Saarwellingen 2007

 
Mit einem Beitrag von Samy Achwan.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Ausgrabungen in Tall Bi’a/Tuttul am syrischen Euphrat in den Jahren 1980-1995 wird mit der Publikation des Palastes A fortgesetzt.
Dieses repräsentative Gebäude, das im Zentrum der Stadt Tuttul im frühen 2. Jahrtausend v. Chr. errichtet wurde, wird von der Planung und den baulichen Details bis zu den Veränderungen im Verlauf seiner wechselvollen Geschichte dargestellt.

Dabei geht es vor allem um die beweglichen Inventare. Die wichtigsten sind bereits in den Bänden II und IV publiziert: zahlreiche beschriftete Tontafeln und Rollsiegel sowie deren Abrollungen auf Tontafeln beziehungsweise tönernen Verschlüssen. Zusammen mit den Relikten des täglichen Lebens bietet der nun vorliegende Gesamtbefund interessante Einblicke in die Nutzung der jeweiligen Räume. Zwei älteren Phasen, in denen der Palast auch als solcher verwendet wurde, folgen zwei Schichten, die erkennen lassen, dass sich in seinen Mauern Handwerksbetriebe etablierten. Diese Veränderungen gehen mit zwei kriegerischen Ereignissen einher, deren Opfer zumeist unbestattet gefunden wurden. Das außerordentlich wichtige anthropologische Material wird zur Publikation in Band IX vorbereitet.

 
gebunden, XII, 93 Seiten, 90 Tafeln, 15 Abb., 7 Karten, 1 CD-ROM, 24,5 × 34,3 cm
ISBN: 978-3-447-05579-6
     

 

  WVDOG 113 -    
 

Klengel-Brandt, Evelyn / Kulemann-Ossen, Sabina / Martin, Lutz, Tall Knēdiğ. Die Ergebnisse der Ausgrabungen des vorderasiatischen Museums Berlin in Nordost-Syrien von 1993 bis 1998, Saarwellingen 2005

 
gebunden, 660 Seiten, 24,5 × 34,3 cm
ISBN: 978-3-447-05569-7
     

 

  WVDOG 112 -    
 

Nunn, Astrid, Knaufplatten und Knäufe aus Assur, Saarwellingen 2006

 

Der reich bebilderte 1659 Nummern umfassende Katalog enthält meist unpublizierte glasierte Knaufplatten, Knäufe, beschriftete Knäufe und glasierte Keulen, die bei den Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft unter Leitung von Walter Andrae zwischen 1903−1914 in Palästen, Tempeln und Umfassungsmauern gefunden wurden. Ihnen gemeinsam ist die Halterung in der Wand sowie die Bekundung des Erbauers, den Bau errichtet zu haben und den Götterschutz symbolisch zu verankern. Weitere Schwerpunkte neben dem Katalog sind Typenbeschreibung, Materialbeschreibung, Fundortbeschreibung, Farbanalyse, Geschichte und Funktion der Knäufe.

gebunden, 187 S., zahlreiche Abbildungen, 32 Tafeln, 24,5 × 34,3 cm
ISBN: 978-3-447-05504
     

 

  WVDOG 111 -    
 

Freydank, Helmut , Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte VII, Saarwellingen 2006

 
Pappband, 88 Seiten, 34,3 × 24,5 cm ISBN: 978-3-447-05568-0
     

 

  WVDOG 110 -    
 

Faist, Bettina, Neuassyrische Rechtsurkunden III, Saarwellingen 2005

 
Pappband, 144 Seiten - 24,5 × 34,3 cm ISBN: 978-3-447-05567-3
     

 

  WVDOG 109 -    
 

Freydank, Helmut / Feller, Barbara, Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte VI, Saarwellingen 2005

 
Pappband, 112 Seiten - 24,5 × 34,3 cm ISBN: 978-3-447-05566-6
     

 

  WVDOG 108 -    
 

Werner, Peter, Tall Munbāqa - Ekalte III. Die Glyptik, Saarbrücken 2004

 

Herausgegeben von Machule, Dittmar

132 Seiten - 24,5 × 34,3 cm ISBN: 978-3-447-05565-9

     

 

  WVDOG 107 -    
 

Kuckertz, Josefine, Gefässverschlüsse aus Tell El-Amarna, Saarbrücken 2004

 

Grabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft 1911 bis 1914 Sozioökonomische Aspekte einer Fundgattung des Neuen Reiches

Herausgegeben von Deutsche Orientgesellschaft Ägyptisches Museum d. staatl. Museen zu Berlin. Bearbeitet von Stiftung preussischer Kulturbesitz

176 Seiten - 24,5 × 34,3 cm ISBN: 978-3-447-05564-2

     

 

  WVDOG 106 -    
 

Freydank, Helmut / Feller, Barbara, Mittelassyrische Rechtsurkunden und Verwaltungstexte V, Saarbrücken 2004

 

Herausgegeben von Deutsche Orientgesellschaft volume: 106 112 Seiten - 24,5 × 34,3 cm
ISBN: 978-3-447-05563-5

     

 

  WVDOG 105 -    
 

Bär, Jürgen, Die älteren Ischtar-Tempel in Assur. Stratigraphie, Architektur und Funde eines altorientalischen Heiligtums von der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends bis zu Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr., Saarbrücken 2003

 

Pappband, 596 Seiten, 22 Abbildung(en), 147 Tafeln, 4 Faltktn - 24,5 × 34,3 cm ISBN: 978-3-447-05562-8