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5. Februar 2023
Quelle: Deutsche Orient-Gesellschaft e.V.

39. Rundbrief der Deutschen Orient-Gesellschaft e.V.

Liebe Mitglieder der DOG,

die schrittweise Rückkehr aus den durch die Covid 19-Pandemie bedingten Einschränkungen und Unvorhersehbarkeiten hin zu einem auch wieder von direkten Begegnungen und besse- rer Planbarkeit geprägten Leben bestimmte das Jahr 2022 und auch die Aktivitäten der DOG im vergangenen Jahr.

So war es eine besondere Freude, dass unsere Leipziger Gastgeber am 16.–19. Juni 2022 das11. Internationale Colloquium der DOG im Präsenzformat mit Hybridelementen durch- führen konnten. Michael Streck und sein Team von der Leipziger Altorientalistik überwanden alle pandemiebedingten Hindernisse, und so konnte eine große Zahl von Mitgliedern ein hochinteressantes und vielseitiges Vortragsprogramm zum Thema „Der altorientalische Mensch und seine Umwelt“ ganz überwiegend im Hörsaal mitverfolgen und diskutieren. Bei schönem Juni-Wetter genossen alle, die nach Leipzig kommen konnten, die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch, zum Kennenlernen und (endlich einmal wieder) Wiedersehen. Es war ein besonderes ICDOG unter besonderen Umständen, für dessen Ermöglichung wir Michael Streck, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Leipziger Studierenden sehr herz- lich danken.

Im Rahmen des 11. ICDOG konnte am 17. Juni im Anschluss an das Vortragsprogramm auch die alljährliche Mitgliederversammlung der DOG wieder in Präsenz stattfinden. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und die finanzielle Situation des Vereins. Die Entlastung erfolgte ohne Gegenstimmen.

Am 27. Mai 2022 wurde unser am Ostersonntag des Jahres verstorbenes Ehrenmitglied Frau Dr. Eva Strommenger-Nagel auf dem Luisenfriedhof in Berlin beigesetzt. Bei der Trau- erfeier würdigte unser Mitglied Peter Miglus im Beisein von Familie, langjährigen Freunden, Kolleginnen und Kollegen das Wirken von Eva Strommenger für die Vorderasiatische Ar- chäologie mit bewegenden Worten. Der Einladung, an Eva Strommengers Bedeutung für die DOG bei der Trauerfeier zu erinnern, bin ich sehr gerne nachgekommen. Für ausführlichere Würdigungen verweise ich auf die Nachrufe von Adelheid Otto in den MDOG (Bd. 154, 2022, 8–14) und von Peter Miglus in der Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäo- logie (Bd. 112, 2022, 149–150).

Vom 4.–10. Mai 2022 reisten Helen Gries (VAM) und Dirk Wicke als Mitglieder des DOG- Vorstands und des 2021 gegründeten Babylon-Beirats nach Babylon, um zusammen mit Olof Pedersén Sondierungsgespräche mit dem State Board of Antiquities Iraq über künftige Ver- mittlungs- und Forschungsprojekte in Babylon zu führen. Die DOG möchte Unternehmungen in Babylon nach Kräften unterstützen.

Die „DOG Neuigkeiten“ gingen den Mitgliedern im April und November 2022 per E-Mail zu und sollen nach positiven Rückmeldungen auch künftig in etwa diesem Rhythmus ver- schickt werden.

Am 9. Dezember des Jahres hielt Peter Miglus (Heidelberg) den ersten DOG-Online-Vor- trag zum Thema „Neues aus Ninive: Erforschung des spätassyrischen Militärpalastes auf Tell Nebi Yunus“. Der virtuelle Vortragssaal war mit über 200 Hörerinnen und Hörern so gut ge- füllt, dass der Vorstand dieses Vortragsformat nun in halbjährigem Turnus anbieten möchte.

Auf eine Aufzeichnung dieser Vorträge wird bewusst verzichtet, um den lebendigen Charak- ter des Zusammenkommens nicht zu beeinträchtigen. Wir bitten dafür um Verständnis.

Die DOG konnte im Berichtszeitraum einer Reihe von Forschungsvorhaben finanzielle Förderung zukommen lassen: Susanne Arnhold (MLU Halle) und Ruben Davtyan (MPI for Social Anthropology, Halle) unterstützen wir in der Durchführung einer archäologischen Sondage in der Siedlung Lori Berd (Armenien). Adelheid Otto (LMU München) erhielt eine Anschubfinanzierung für die Wiederaufnahme archäologischer Arbeiten in Fara, über die sie beim 11. ICDOG den Mitgliedern bereits berichten konnte. Albert Dietz und Zsombor J. Földi (LMU München) unterstützten wir bei der Bearbeitung von altorientalischen Siegeln und Tontafeln im Besitz des Museums für Kunst und Gewerbe (Hamburg); Asoss Qader erhielt eine Förderung für Arbeiten an Keilschrifttexten im Slemani Museum (Sulaymaniyah).

Die MDOG 154 erschienen pünktlich mit zahlreichen Berichten über Feldforschungen, die mit Förderung unseres Vereins durchgeführt werden konnten, aber auch einem Beitrag von Ellen Rehm, der erstmals die Wirkung altorientalischer Handwerkskunst auf das Schaffen der Goldschmiedin Elisabeth Treskow und ihrer Schüler beschreibt. Die MDOG sind inzwischen vollständig digitalisiert und auf https://www.orient-gesellschaft.de/publikationen/mdog.php frei zugänglich. Die 19. Ausgabe unserer Zeitschrift Alter Orient Aktuell, die sich dem Ober- thema Babylon widmet, befindet sich in dieser Woche in der Druckerei und wird den Mitglie- dern bald zugehen.

Am vergangenen 24. Januar jährte sich die Gründung unseres Vereins zum 125. Mal. Dieses125-jährige Gründungsjubiläum der DOG werden wir am 23.–24. Juni 2023 mit einer Festveranstaltung in der James-Simon-Galerie der Berliner Museumsinsel begehen. Die Ver- anstaltung beginnt am 23. Juni um 18 Uhr mit einem Festvortrag, Empfang und einer Sonder- öffnung des Vorderasiatischen Museums. Daran schließt sich am 24. Juni ein eintägiges wis- senschaftliches Kolloquium an, das sich einerseits mit der Geschichte der DOG in Kaiserreich und Nationalsozialismus beschäftigt und andererseits den Blick auf die von der DOG in den vergangenen 25 Jahren geförderten archäologischen Forschungen richtet. Wir wollen beim Kolloquium auch den Band Zwischen Schwarzem Meer und Persischem Golf: 125 Jahre Deutsche Orient-Gesellschaft vorstellen, der aller Voraussicht nach pünktlich zum Jubiläumsfest er- scheinen wird. Am Samstag, 24. Juni 2023, findet dann um 17:00 Uhr auch unsere jährliche Mitgliederversammlung in der James-Simon-Galerie statt.

Einladungen und Programm zu Festakt, Kolloquium und Mitgliederversammlung werden Ihnen Ende März per Post mit Bitte um Anmeldung bis zum 19. Mai zugehen. Es feiert sich am schönsten in großer Runde, und so möchte ich Sie bitten, sich diese Termine schon einmal vorzumerken.

Einstweilen verbleibe ich mit besten Grüßen und allen guten Wünschen für das begonnene Jahr 2023

Ihr

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Daniel Schwemer, Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft e.V. daniel.schwemer@uni-wuerzburg.de

 

 

 

 

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