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Die Stadt des Gilgamesch und der Ischtar

Irak, 1912-1913

Die größte Stadtruine Südbabyloniens ist Warka, das altorientalische Uruk - die Stadt des Königs Gilgamesch, von dem das längste und am weitesten verbreitete Epos des Alten Orients handelt. Die außerordentlichen Dimensionen der Stadt sind noch heute sichtbar: Schon von weitem, insbesondere aber von der 30 m über die Ebene aufragenden Ziqqurrat-kuppe aus, beeindruckt dieses Ruinengelände den Besucher durch seine gewaltige Ausdehnung von 550 Hektar.

Der Euphrat, der früher die Stadt mit Wasser versorgte, hat sein Bett im Laufe der Jahrtausende verlegt. Er verläuft jetzt etwa 20 km weiter westlich und hat Uruk in einer staubreichen, zunehmend von Sanddünen geprägten Landschaft zurückgelassen. Für denjenigen, der hier in der Pionierzeit der Ausgrabungen arbeiten wollte, war Warka kein angenehmer Aufenthaltsort. Hermann V. Hilprecht schrieb 1904: «Von Februar oder März bis Juli überschwemmt der Euphrat oft das Land bis zum Fuße der Ruinen. Die dadurch entstehenden Sümpfe wimmeln von Moskitos, die im Verein mit den noch mehr gefürchteten Sandfliegen der nahen Wüste dem Ausgräber das Leben zur Qual machen. Endlich, gegen Ende des Sommers, tritt das Wasser zurück. Die menschliche Natur, durch die vorausgegangene Hitze und Ermüdung erschöpft, läuft Gefahr, den nun folgenden heftigen Fiebern zum Opfer zu fallen. Zu anderen Zeiten, zumal wenn die Hochflut des Euphrat in diesen Gegenden ausbleibt, ist meilenweit kein Tropfen Trinkwasser zu haben, während obendrein noch häufige Sandstürme, von denen Warka ganz besonders heimgesucht wird, das allgemeine Unbehagen vermehren und die Arbeit in den Gräben oft zu einem Ding der Unmöglichkeit machen. Keine Expedition sollte darum je wieder an die Ausgrabung Warkas denken, wenn sie nicht aller dieser Schwierigkeiten im voraus sich bewußt und [...] entschlossen ist, in streng wissenschaftlicher Weise vorzugehen, und zur methodischen Ausgrabung dieser größten aller babylonischen Ruinen ein Kapital von nicht weniger als 2 Millionen Mark bei einer Arbeitszeit von mindestens 50 Jahren sich gesichert hat.

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