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25. Mai 2011
Quelle: Universität Heidelberg

DFG fördert Forschungsverbund zum Thema „Materiale Textkulturen“

Neuer geisteswissenschaftlicher Sonderforschungsbereich an der Universität Heidelberg unter der Beteiligung des Seminars für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients

Die Universität Heidelberg erhält einen neuen geisteswissenschaftlichen Sonderforschungsbereich. Nach erfolgreicher Begutachtung hat der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in seiner Frühjahrssitzung in Bonn beschlossen, den SFB 933 „Materiale Textkulturen. Materialität und Präsenz des Geschrieben in non‐typographischen Gesellschaften“ zum 1. Juli 2011 für einen Zeitraum von zunächst vier Jahren einzurichten.

 

Kontakt: Prof. Dr. Markus Hilgert, Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients Assyriologie, Telefon (06221) 54‐2966, markus.hilgert@ori.uni‐heidelberg.de 

 

Ziel der Forschungsarbeiten am SFB 933 ist es, die Grundlagen für ein neues methodisches Instrumentarium der text‐interpretativen historischen Kulturwissenschaften zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei schrifttragende Artefakte aus non‐typographischen Gesellschaften, in denen keine Verfahren der massenhaften Produktion von Geschriebenem verfügbar oder verbreitet sind. Dazu gehören zum Beispiel religiöse Texte auf Rezitationsrollen im Alten Ägypten, mit Keilschrift beschriebene Tontafeln aus Mesopotamien, Schriftzeichen im mittelalterlichen Kunstwerk oder buddhistische Inschriften auf Steintafeln, die aus dem ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus stammen. 

Quellen dieser Art sollen vor allem in ihrer materialen Präsenz systematisch erschlossen und dokumentiert werden, um die auf diese Weise ermittelten „materialen Textkulturen“ anschließend in ihrem räumlichen Umfeld und dem jeweiligen sozialpraktischen Kontext auf ihre Bedeutung hin zu analysieren. „Eine solche ,Textwissenschaft vergangener Gesellschaften‘ hat die herkömmliche Idee textimmanenter Sinngehalte aufgegeben und stellt stattdessen den zentralen Zusammenhang zwischen der materialen Präsenz des Geschriebenen und den daran vollzogenen Rezeptionspraktiken in den Vordergrund ihrer Arbeit. Wir verstehen den Menschen als ‚Ort des Textes‘ und wollen durch diese ‚Text‐Anthropologie‘ Auskunft darüber erhalten, welche Bedeutungen zeitgenössische Rezipienten schriftlich fixierten Texten jeweils zugeschrieben haben“, erläutert Prof. Hilgert. 

Beteiligt an dem neuen Sonderforschungsbereich sind Wissenschaftler aus dem Institut für Ethnologie, dem Germanistischen Seminar, dem Seminar für Klassische Philologie, dem Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients, dem Zentrum für Altertumswissenschaften, dem Zentrum für Europäische Geschichts‐ und Kulturwissenschaften, dem Zentrum für Ostasienwissenschaften und dem Wissenschaftlich‐Theologischen Seminar. In den SFB 933 sind außerdem Forscher der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg aus dem Bereich Bibel und Jüdische Bibelauslegung eingebunden. Integriert werden soll ein Graduiertenkolleg, das Doktoranden auf dem Gebiet der „Text‐Anthropologie“ ausbildet. 

 

 

 

 

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