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Freigelegter Tempel auf der Nordterrasse in Kusakli / Sarissa

Plan der Ausgrabungen in Kusakli  
Kusakli-Sarissa

Türkei, seit 1995

Hethitische Stadtruine in Ostkappadokien bei dem Dorf Basören/Altinyayla, ca. 50 km südlich Sivas (Türkei). Auf einer natürlichen Anhöhe am Rand eines Hochtales rund 1600 m ü. N.N. gelegen. Ausgrabungen seit 1993 unter der Leitung von A. Müller-Karpe (Vorgeschichtliches Seminar der Universität Marburg) in Kooperation mit der DOG. Grundfläche des von einem 1,5 km langen ovalen Befestigungsring umschlossenen Stadtareals 18 ha. Zudem Außensiedlungen insbesondere im Norden sowie ein Heiligtumsbezirk im Gebirge oberhalb der Stadt auf rund 1900 m ü. N.N. Gründung und planhafter Ausbau der Stadt im 16. Jh. v. Chr., Zerstörungen durch ein Erdbeben sowie später Eroberung und Brandschatzung mit anschließendem Wiederaufbau im 14. Jh. v. Chr. Untergang der Stadt in einer weiteren Brandkatastrophe am Ende des 13. Jh. v. Chr.

Kurzzeitige subhethitisch/früheisenzeitliche Nutzung der Ruinen, dann Siedlungshiatus bis zur Errichtung einer eisenzeitlichen Höhensiedlung auf der Akropolis im 7./6. Jh. v. Chr. In einer jüngeren Phase mit einer bastionenbewehrten Befestigung. Bislang ausgegraben sind zwei der vier nachgewiesenen hethitischen Stadttore, zwei monumentale Tempelbauten, mehrere sonstige öffentliche Gebäude auf der Akropolis als dem administrativen und kultischen Zentrum der hethitischen Stadt, der Ausschnitt eines Wohnviertels am Westhang sowie ein großer Getreidespeicher auf der Südspitze mit einem Töpferofen. Durch Sondagen wurden zudem hethitische Staumauern außerhalb der Stadt untersucht. Großflächige geophysikalische Prospektionen ließen weitere Baustrukturen erkennen. Fragmente von rund 60 verschiedenen mittel- und junghethitischen Tontafeln überwiegend kultischen Inhalts ermöglichen die Identifizierung des Ortes mit Sarissa, dessen Kult insbesondere einer lokalen Wettergottheit von Bedeutung war.

Vorläufige Ergebnisse der Ausgrabungen sind in den folgenden Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft zu finden: 

Außerdem:

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