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3. April 2017
Der Orient-Exzess – Das Babylon-Fieber im deutschen Kaiserreich

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23. Oktober 2014
Quelle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

7. Mitteldeutscher Archäologentag in Halle (Saale). Internationale Tagung vom 23. bis 26. Oktober 2014

2200 BC - Ein Klimasturz als Ursache für den Zerfall der Alten Welt?

Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) wird in diesem Jahr vom 23.-26. Oktober zum siebten Mal den Mitteldeutschen Archäologentag veranstalten. Die diesjährige dreitägige Tagung wird sich dem Thema „2200 BC - Ein Klimasturz als Ursache für den Zerfall der Alten Welt?“ widmen. Das Vorbild ist der 4. Mitteldeutsche Archäologentag 2011 mit dem Thema „1600 - Kultureller Umbruch im Schatten des Thera-Ausbruchs?“. Beide Daten bilden den Rahmen für die frühbronzezeitliche Entwicklung Mitteleuropas.

Ein kultureller Umbruch infolge abrupter klimatischer Änderungen wie er um 2200 v. Chr. für die südliche Levante belegt ist, soll für die einzelnen Regionen Europas aus klimatischer, ökologischer und sozio-ökonomischer Sicht innerhalb der interdisziplinären Tagung kontrovers diskutiert werden.

Die erste, naturwissenschaftliche Sektion befasst sich mit paläoklimatischen Daten aus jener Zeit und deren unmittelbaren Folgen, wie beispielsweise Dürreerscheinungen und Temperaturänderungen. Wie weit diese Klimaveränderungen Auswirkungen auf die Gesellschaften im Vorderen Orient und in Europa hatten, soll umfassend durch die Betrachtung von Klimaindikatoren wie Pollenprofilen und Baumringen sowie den daraus resultierenden Klima-Modellierungen erörtert werden.

Um einen kulturellen Wandel oder aber die Kontinuität in der Kulturentwicklung in den Fundregionen zu erschließen, soll in der zweiten Sektion ein archäologischer Transekt durch Zentraleuropa gelegt werden. Betrachtet werden ausgehend von dem belegten „klimatischen Event“ um 2200 v. Chr. in der Levante verschiedene Regionen Süd-, Mittel- und Nordeuropas.

Für die Zeit von ca. 2300 bis 2100 v. Chr. werden die archäologischen Zeugnisse der jeweiligen Kulturen – gegliedert nach Siedlungswesen, Grab- und Hortfundsitte – vorgestellt. Auf diese Weise wird eine breite, einheitliche Datenbasis erhoben, auf deren Grundlage die Frage nach einem möglichen kulturhistorischen Wandel infolge von abrupten, klimatischen Veränderung neu diskutiert werden soll.

Gerade für Mitteldeutschland ist das Datum um 2200 v. Chr. von außerordentlicher Bedeutung: Es markiert mit dem Beginn der Frühbronzezeit eine zunehmende soziale Differenzierung, welche durch die Fürstengräber von Leubingen und Helmsdorf, aber auch das Hortfundphänomen eindrucksvoll belegt sind.

Text übernommen von der Webseite des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Programmflyer als PDF

 

Ansprechpartnerin:

Konstanze Geppert M.A. (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale)
Tel.: +49-(0)345-5247-401
E-Mail: kgeppert[@]lda.mk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

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